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H1: Revanche geglückt: Friesen jubeln in Lehrte

Was für eine Antwort! Nach der bitteren und knappen Niederlage im Hinspiel hat der TSV Friesen Hänigsen eindrucksvoll zurückgeschlagen und sich in Lehrte mit einem 29:24-Auswärtssieg belohnt.

Von Beginn an war Tempo in der Partie, die Friesen erspielten sich sofort gute Chancen – auch wenn zunächst nicht alles den Weg ins Tor fand. Lehrte blieb dadurch dran, doch die Friesen ließen sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Mit viel Spielfreude, Einsatz und der richtigen Einstellung blieb das Team auf Kurs.

Im weiteren Spielverlauf platzte dann immer mehr der Knoten. Die Angriffe wurden konsequenter abgeschlossen, das Zusammenspiel funktionierte immer besser – und ein echtes Highlight: Alle Feldspieler trugen sich in die Torschützenliste ein. Breiter und mannschaftlicher geht es kaum.

Als Lehrte in der zweiten Hälfte noch einmal herankam und kurzzeitig Hoffnung schöpfte, zeigten die Friesen genau die richtige Reaktion. Kein hektisches Spiel, sondern kühler Kopf, klare Aktionen und eine Abwehr, die jetzt richtig zupackte. Ballgewinne, starke Zweikämpfe und ein wachsender Teamspirit sorgten dafür, dass die Partie wieder in die richtige Richtung kippte.

In den Schlussminuten ließ die Mannschaft dann nichts mehr anbrennen und brachte den Vorsprung souverän ins Ziel. Am Ende steht ein verdienter Auswärtssieg – und vor allem ein Spiel, das Lust auf mehr macht.

H1: Was für ein Auftakt. Was für ein Statement. Was für ein Handballabend.

In der gut gefüllten Halle in Hänigsen entwickelte sich von der ersten Sekunde an ein Spiel, das alles hatte, was das Handballherz begehrt: Tempo, Härte, Emotion – und zwei Torhüter, die den Unterschied machten. Am Ende stand ein deutlicher 36:22-Erfolg, der sich wie ein echtes Ausrufezeichen liest.

Erste Halbzeit: Tempo, Tiefe, Torgefahr

Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr. Aus einer aggressiven, kompakt verschiebenden 6:0-Abwehr heraus wurde immer wieder der Ballgewinn erzwungen – und dann ging die Post ab. Erste und zweite Welle liefen sauber, das Umschaltspiel war messerscharf.

Im Positionsangriff überzeugte die Mannschaft mit klaren Spielkonzepten: Kreuzungen, Sperre-Absetzen vom Kreis und gut getimte Parallelstöße sorgten für Lücken in der gegnerischen Defensive. Immer wieder wurde der Ball geduldig durch die Reihen gespielt, bis sich die klare Wurfchance ergab.

Und wenn doch einmal etwas durchkam? Dann war da Fricke. Mit starken Paraden aus dem Rückraum, schnellen Reaktionen im Eins-gegen-Eins und gutem Stellungsspiel avancierte er schon früh zum emotionalen Rückhalt seiner Mannschaft.

Halbzeitfazit: Stark. Dominant. Und noch lange nicht satt.

Mit einer komfortablen Führung ging es in die Kabine – und die Halle ahnte bereits: Da geht noch mehr.

Zweite Halbzeit: Eskalation auf höchstem Niveau

Was dann folgte, war Handball auf einem Level, das man so deutlich selten sieht. Die Abwehr stand noch stabiler, noch kompakter, noch galliger. Jeder Zweikampf wurde angenommen, jeder Passweg attackiert.

Und vorne? Spielfreude pur.

Die Rückraumachse variierte clever zwischen Druck auf die Tiefe und Spielverlagerung auf die Außen. Der Kreis arbeitete unermüdlich, setzte Sperren, schuf Räume – und wurde immer wieder mustergültig bedient.

Besonders beeindruckend: die Paraden vom Siebenmeterstrich. Hier übernahm Wiedenroth Verantwortung – und lieferte eiskalt ab. Nerven wie Drahtseile, keine Zweifel. Jeder Strafwurf ein Statement.

Während Fricke aus dem Spiel heraus eine Wand war, zeigte Wiedenroth vom Punkt seine Klasse. Dieses Torhüter-Duo gab der Mannschaft genau die Sicherheit, die es braucht, um vorne mutig und kreativ zu agieren.

Mit jeder Parade, jedem Ballgewinn und jedem Treffer wuchs die Energie auf den Rängen. Die Halle tobte, pushte, trug die Mannschaft förmlich durch die Partie. Spätestens in der Schlussphase wurde klar: Hier geht heute nichts mehr schief.

Einstand nach Maß

Es war das erste Spiel, in dem Trainer Schütte allein die Verantwortung auf der Bank trug – und seine Mannschaft lieferte ab. Klare Struktur, mutige Entscheidungen und ein Team, das den Plan zu 100 % umgesetzt hat.

Fazit:

Ein Auftritt mit Ansage.
Starke Abwehr. Kreative Offensive. Zwei überragende Torhüter.
Erste Halbzeit stark – zweite noch stärker.

Oder, um es auf den Punkt zu bringen:
Ein Mega-Sieg. Und hoffentlich nicht der letzte dieser Art.

Neuer Look für die 1. Herren – Dank an unseren Sponsor!

Neuer Look für die 1. Herren – Dank an unseren Sponsor!

Die 1. Herren der TSV Friesen Hänigsen präsentiert sich ab sofort im neuen, einheitlichen Outfit: Dank der großzügigen Unterstützung unseres neuen Sponsors Volker Lüders Tief-, Kabel-, Leitungsbau GmbH wurden alle Spieler mit hochwertigen Polo-Shirts ausgestattet.

Mit diesem Upgrade stärken wir nicht nur unsere Außenwirkung, sondern setzen auch ein klares Zeichen für Teamgeist und Zusammenhalt. Ob bei Mannschaftsabenden, Auswärtsspielen oder offiziellen Auftritten – die 1. Herren tritt nun geschlossen und professionell auf.

Ein einheitlicher Look ist mehr als nur Kleidung: Er schafft Identifikation, stärkt das Wir-Gefühl und unterstreicht unsere Ambitionen – auf und neben dem Platz.

Ein herzliches Dankeschön an Volker Lüders und sein Team für das Vertrauen und die Unterstützung unseres Vereins. Partnerschaften wie diese sind ein wichtiger Baustein für die nachhaltige Entwicklung unseres Sports.

Gemeinsam stark – auf und neben dem Platz!

H3: Spielt denselben Song nochmal: 1. Halbzeit flop, 2. Halbzeit top

Nach dem harzigen Spiel letzte Woche in Anderten, wo wir wie immer in der ersten Halbzeit katastrophal und in der zweiten deutlich besser gespielt haben, wollten wir lieber an den letzten Heimerfolg gegen Seelze anknüpfen. Da Neustadt mit nur 7 Spielern, also ohne Reserve antrat, war die Ansage klar: Wir rennen sie mit unseren 16 Spielern tot.

Für die ersten 10 Minuten klappte das auch sehr gut, auch wenn wir diverse freie Torchancen unnötig verworfen haben. Dann aber ließen wir nach und fielen nach einer zwischenzeitlichen 5:2 Führung nach rund 19 min auf 9:10 zurück. Dann brachen wir vollständig zusammen und lagen auf einmal 11:15 hinten. So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Dank einiger guten Steals konnten wir uns aber zur Halbzeit noch auf ein 17:18 ran kämpfen.

In der Pause haben wir untereinander die Probleme besprochen, Lösungen überlegt und uns gegenseitig motiviert. Coach Basti brauchte nur wenig sagen, da wir das selber unter uns geregelt haben: Sichere Abschlüsse, mehr Druck in die Lücken, mehr reden und zupacken in der Abwehr und das Wichtigste: Mehr Tempo!

Wir haben direkt nach der Halbzeit auf eine offensivere 5-1 Abwehr umgestellt und das hat gezündet. Egal welcher Hänigser Handballzwerg da stand, ob Flo Böhme, Tim Noske oder Finn Janßen, es wirkte, als ständen Riesen da. Ein Tempogegenstoß, dank abgefangener Bälle folgte dem Nächsten, die Abwehr stand und die Keeper hielten was das Zeug hält, sodass wir nach 1,5 min bereits ausglichen und kurz darauf in Führung gehen konnten. Nach 40 min führten wir so auf einmal 29:22, da einfach alles klappte. Danach hat sich Neustadt leider gefangen und das Spiel ging ausgeglichen weiter. Aber auch trotz einer zwischenzeitlichen 3-fachen Unterzahl, hielten wir die Führung eisern fest. Nach 57 min klatschte Aushilfe Eric Marquardt das 40. Ding ins Netz, was das Ende dieses Torfestes signalisierte. Am Ende stand ein verdienten 41:33 auf der Anzeige.

Auch wenn wir zwischenzeitlich groben Unfug gespielt haben, haben wir doch gezeigt, was in uns steckt. Oder um Flo zu zitieren: „Jungs, es war heute ein mega schönes Mannschaftsspiel! Wir haben heute als Mannschaft geackert und gekämpft und verdient gewonnen!“

Auch unser Coach war zufrieden mit unserer Leistung. Nach unserem nächsten Spiel am Samstag gegen den HSC haben wir erstmal Zeit, an unseren Schwächen zu arbeiten, um die Saison erfolgreich zu Ende zu bringen.

Es spielten: Ulf Dippel (3), Lukas Weiss (4), Sebastian Weidling (7), Tjark Leider (4/1), Fynn Richter (1), Jan Ole Mundt (1), Alexander Bauer (1), Marcel Thomas (3), Nils Müller (Tor), Finn Ole Janßen (4), Tim Noske (2), Marvin Zentile, Oliver Kubertin (Tor), Bela Degotschin (2), Florian Böhme (8), Eric Marquardt (1)

Coach: Sebastian Weidling (als Spielertrainer)

H1: Friesen zeigen Moral nach Handbremsen-Handball

Es war eines dieser Spiele, bei denen man als Zuschauer das Gefühl hatte: Da ist mehr drin – aber der Motor läuft irgendwie nur auf Halbgas. Die Friesen lieferten sich über 60 Minuten ein grundsätzlich faires, aber lange Zeit etwas zähes Duell, das am Ende dennoch einen dramatischen Abschluss fand. Nach einem Vier-Tore-Rückstand kurz vor Schluss retteten die Hausherren mit viel Moral noch ein 28:28-Unentschieden.

Spiel mit angezogener Handbremse

Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Gäste legten immer wieder vor, die Friesen zogen nach – ein klassisches Hin und Her. Früh wurde deutlich: Beide Teams fanden offensiv Lösungen, aber so richtiges Feuer wollte auf Friesenseite zunächst nicht aufkommen.

Zwischen der 10. und 20. Minute blieb das Spiel völlig ausgeglichen. Tore fielen auf beiden Seiten beinahe im Minutentakt. Immer wieder übernahmen die Friesen Spieler Verantwortung im Angriff, doch die Gäste hielten konsequent dagegen.

Die Partie blieb dadurch lange offen, ohne dass die Friesen jemals wirklich den Zugriff bekamen. Man merkte: Der letzte Funke fehlte.

Gäste setzen sich ab

In der Schlussphase schien das Spiel dann sogar zu kippen. Beim 22:26 lag der Gastgeber plötzlich deutlich hinten. Viele Teams wären in dieser Phase mental eingebrochen.

Nicht so die Friesen.

Jetzt zeigte die Mannschaft endlich das, was zuvor über weite Strecken gefehlt hatte: Emotion, Entschlossenheit – und sprichwörtlich den Arsch in der Hose.

Vor allem im Tor wurde gab es plötzlich ein Bollwerk. Lars Wiedenroth entwickelte sich in den letzten Minuten zum entscheidenden Faktor. Mit mehreren starken Paraden nahm er den Gästen den Wind aus den Segeln und gab seinem Team den nötigen Rückenwind.

Vorne nutzten die Friesen ihre Chancen nun konsequenter. Tor um Tor arbeitete sich das Team zurück.

Der verdiente Punkt

Die Halle spürte plötzlich: Hier geht noch was.

Und tatsächlich – kurz vor Schluss fiel der umjubelte Ausgleich zum 28:28. Was lange nach einer Niederlage ausgesehen hatte, wurde so doch noch zu einem verdienten Punktgewinn.

Fazit

Kein Spiel für das Highlight-Archiv – aber eines für die Kategorie Mentalität. Über weite Strecken wirkten die Friesen wie mit angezogener Handbremse. Doch als es darauf ankam, zeigte die Mannschaft Charakter, kämpfte sich zurück und wurde mit einem Punkt belohnt.

Mit dieser Moral lässt sich arbeiten. Und wenn beim nächsten Mal das Feuer von Anfang an brennt, wird aus solchen Spielen vielleicht wieder ein voller Erfolg.

H1: Charaktertest in Schaumburg

Friesenjungs holen sich gefühlten Sieg im letzten Angriff

Es gibt Spiele, die sind mehr als 60 Minuten Handball. Es sind Prüfsteine. Reifegrade. Charakterfragen.
Das Auswärtsspiel der Friesenjungs bei Schaumburg war genau so eines.

Am Ende stand ein 30:30 auf der Anzeigetafel. Doch wer nur das Ergebnis liest, verpasst die eigentliche Story.

Fehlstart? Ja. Kapitulation? Niemals.

Die Partie begann mit Gegenwind. Schaumburg legte vor, die Halle kochte, und die Friesenjungs mussten früh hinterherlaufen. Zwischenzeitlich schien es, als würde der Gastgeber die Kontrolle übernehmen. Doch schon in dieser Phase war eines spürbar: Diese Mannschaft kommt nicht für Schönspielerei – sie kommt für Punkte.

Mit jedem Angriff, jedem Zweikampf und jedem Block wuchs der Widerstand.
Angeführt von einem überragenden Klaas Fricke mit neun Treffern übernahm der TSV Verantwortung. Auch Hannes Puchta (5), Alexander Wendland-Nahtz (6) und Matthias Müller (4) lieferten in den entscheidenden Momenten.

Das war kein Glanzhandball.
Das war Mentalität.

Die Aufholjagd 16:11 zur Halbzeit– Momentum gedreht

Als Schaumburg sich leicht abzusetzen begann, starteten die Friesenjungs ihre Mission Comeback. Tor um Tor arbeiteten sie sich heran. In der Defensive wurde gefightet, im Angriff mit kühlem Kopf abgeschlossen. Die Körpersprache? Entschlossen. Der Wille? Unverhandelbar.

Dann der Moment:
Nach intensiver Aufholjagd gelang die verdiente Führung. Kurzzeitig lag das Momentum komplett auf Seiten der Gäste. Die Bank stand. Die Halle verstummte. Schaumburg wankte.

Hier hätte das Spiel kippen können.

Zwei Minuten, die alles veränderten

Doch dann kam die Phase, über die man in der Kabine noch diskutieren wird.
Mehrere fragwürdige Zeitstrafen – zumindest aus Friesen-Sicht – brachten Unruhe ins Spiel. In Unterzahl geriet der Rhythmus ins Stocken, Schaumburg nutzte die numerische Überlegenheit konsequent und drehte die Partie erneut.

Aus Führung wurde Rückstand.
Aus Euphorie wurde Widerstand.

Und genau hier zeigte sich der wahre Charakter dieser Mannschaft.

Letzter Angriff. Letzte Chance. Maximale Überzeugung.

59:56 Minuten.
Rückstand. Auswärtshalle. Druck auf Maximum.

Kein hektischer Abschluss. Kein blinder Wurf.
Struktur. Geduld. Glaube.

Mit dem letzten Angriff mobilisierten die Friesenjungs alles, was sie hatten – und belohnten sich. Der Ball schlug ein. 30:30.

Schlusssirene.

Was folgte, war kein Jubel über ein Remis – es war die Explosion einer Mannschaft, die wusste: Dieses Unentschieden ist mehr als ein Punkt. Es ist ein Statement.

Fazit: Siegermentalität ohne Sieg

Dieses 30:30 fühlt sich an wie ein Erfolg auf ganzer Linie.
Nicht, weil alles perfekt lief. Sondern weil die Friesenjungs nie aufgehört haben zu glauben.

Auswärts. Unter Druck. Mit Rückschlägen.
Und dennoch bis zur letzten Sekunde handlungsfähig.

Das ist kein Zufall. Das ist Kultur.
Und genau solche Spiele sind es, die eine Saison prägen.

Schaumburg hat einen Punkt geholt.
Die Friesenjungs haben Charakter bewiesen.

H3: Heimspiel gegen Seelze

1. Halbzeit flop, 2. Halbzeit top

 

Kurz nach dem Kaffeekränzchen traten wir am Samstag, 21.02.2026, um 16 Uhr Zuhause gegen die Drittvertretung des RSV Seelze an. Das Hinspiel haben wir trotz furioser Aufholjagd in der Schlussphase knapp mit 28:27 verloren. Das wollten wir ändern, auch wenn das Spiel in Teilen erschreckend ähnlich ablief. Mit vollem 16er Kader und viel Unterstützung aus der mA und H2 war die Ansage klar: Wir müssen das Spiel gewinnen. Viel Tempo, viel Druck auf die Abwehr und vorne belohnen.

Wir haben hochmotiviert angefangen und erstmal alles gegen die Wand gefahren. Erst nach knapp 7 gespielten Minuten haben wir unser erstes Tor zum 1:3 erzielt. Unsere Angriffe waren unorganisiert, die Abwehr wie ein Schweizer Käse, unsere normalerweise herausragende 7-Meter-Quote unterirdisch. Nach rund 18 min brachte uns ein Tempogegenstoß-Doppelpack von Fynn Richter auf 6:7 ran, doch wir ließen wieder nach und fielen zur Halbzeit auf 10:13 zurück.

Viel zu sagen gab es in der Halbzeit nicht: „Das war bisher totaler Quatsch und wir müssen alles umkrempeln.“ Und das hat auch erstmal wieder überhaupt nicht geklappt. Nach 37:50 kamen wir aber nach Toren von Flo Hahn und Matti Trumtrar erstmals seit gut 20 min auf zwei Tore beim Stand von 14:16 ran. Wir ließen uns nun auch nicht mehr abschütteln und nachdem Oli Kubertin das Tor für 10 min komplett abgeschlossen hat, konnten wir 10 min vor Schluss endlich ausgleichen und zum ersten Mal in Führung gehen. Die haben wir nicht mehr losgelassen und das Ding sicher mit 26:21 über die Linie geschoben.

Kein schönes Spiel, aber wir haben zumindest zum Ende gezeigt, was in uns steckt. Jetzt vergessen wir aber die erste Halbzeit und bereiten uns auf das nächste Spiel vor: Samstag, 28.02, 18 Uhr in der Kleber-Halle Anderten.

Vielen Dank an unsere zahlreichen Aushilfen!

Es spielten: Ulf Dippel, Lukas Weiss (1), Florian Hahn (5), Bennet Rust (3), Tjark Leider (1), Fynn Richter (4), Jan Ole Mundt (1), Alexander Bauer (2), Marcel Thomas (1), Nils Müller (Tor), Jannis Berger (1), Finn Ole Janßen (4), Matti Trumtrar (2), Marvin Zentile, Oliver Kubertin (Tor), Bela Degotschin (1)

Coach: Sebastian Weidling, Florian Böhme

H2: Harzfluch in Hildesheim besiegt

Was für ein Befreiungsschlag! Harz-Fluch besiegt.

Die Zweite Herren des TSV Friesen Hänigsen hat am vergangenen Wochenende bewiesen, dass sie nicht nur kämpfen, sondern auch mit Harz umgehen kann.

In der Halle der DJK Hildesheim feierten die Friesen einen emotionalen 20:25-Auswärtssieg – der erste Erfolg mit Harz in fremder Halle seit einer gefühlten Ewigkeit!
Es war das erwartet schwere Pflaster bei der DJK Hildesheim, doch die Friesen-Reserve zeigte von der ersten Sekunde an, dass sie gewillt war, die Punkte mit nach Hause zu nehmen. Trotz der ungewohnten Bedingungen mit Harz am Ball fanden die Gäste gut ins Spiel. In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Hildesheim hielt vor allem durch einen extrem wurfgewaltigen Rückraum dagegen, der die Hänigser Defensive immer wieder forderte. Doch die Friesen behielten die Nerven und eine konzentrierte Abschlussquote sorgte dafür, dass man mit einer verdienten 13:12-Führung in die Kabinen ging.

Die „Mauer“ steht: Nur 8 Gegentore in Durchgang zwei
Was die Zuschauer nach dem Seitenwechsel erlebten, war eine defensive Meisterleistung. Der Star des Tages war ganz klar die geschlossene Mannschaftsleistung in der Abwehr. Mit einer unglaublichen Laufbereitschaft verschoben die Friesen die Räume so geschickt, dass der Hildesheimer Rückraum zunehmend verzweifelte.
Sollte doch mal ein Ball durchkommen, stand da noch ein blendend aufgelegter Fabian „Fäbs“ Beisler im Tor, der die Hausherren mit seinen Paraden schier in den Wahnsinn trieb.
Die Zahlen sprechen Bände: In den gesamten zweiten 30 Minuten ließ Hänigsen lediglich 8 Gegentore zu!

Offensiv übernahm vor allem Marius Bergmann die Verantwortung. Mit 5 Toren aus dem Spiel heraus und einer makellosen Bilanz vom Punkt (3 von 3 verwandelte 7-Meter) ließ er dem gegnerischen Keeper keine Chance.

Die Vorentscheidung fiel nach einer dramatischen Phase:
* 39. Minute: 15:15 – Das Spiel steht auf des Messers Schneide.
* 44. Minute: 16:21 – Innerhalb von nur fünf Minuten brannten die Friesen ein Feuerwerk ab und zogen davon!
Selbst kleine Passfehler oder überhastete Abschlüsse fielen nicht ins Gewicht, da die Mannschaft jeden Fehler sofort durch immense Laufarbeit in der Abwehr wieder ausbügelte.

Der Blick auf die Tabelle
Mit diesem Sieg klettern die Friesen auf ein ausgeglichenes Punktekonto von 11:11 und festigen den 6. Tabellenplatz in der Regionsoberliga.

Nächster Halt: Heimspiel-Kracher gegen Altwarmbüchen!
Beflügelt von 4:0 Punkten aus den letzten zwei Partien strotzt die Mannschaft vor Selbstvertrauen. Und das wird sie auch brauchen: Am kommenden Samstag steht das wichtige Heimspiel gegen Altwarmbüchen an. Mit dieser Abwehrleistung und der lautstarken Unterstützung der Fans im Rücken sollen die nächsten zwei Punkte in Hänigsen bleiben!

H2: Kabinenbeben: 15:6-Lauf in der Schlussviertelstunde rettet Friesen-Reserve

H2: Kabinenbeben: 15:6-Lauf in der Schlussviertelstunde rettet Friesen-Reserve

HÄNIGSEN/HERRENHAUSEN. Was sich am vergangenen Wochenende in der Halle von Herrenhausen abspielte, wird wohl als das „Wunder von Minute 45“ in die Geschichte der 2. Herren des TSV Friesen Hänigsen eingehen. In einer Partie, die eigentlich schon längst verloren geglaubt war, bewies die Mannschaft eine Moral, die im Abstiegskampf ihresgleichen sucht.

Ein Trümmerhaufen zur Pause: 18:10
Die erste Halbzeit war ein handballerischer Offenbarungseid. Ohne Zugriff in der Abwehr und völlig ideenlos im Angriff ließen die Friesen sämtliche Grundtugenden vermissen. Mit einem deprimierenden 18:10-Rückstand schlich das Team in die Kabine. Die Messe schien gelesen.

Der psychologische Kniff der Trainer
In der Pause folgte der Wendepunkt: Das Trainergespann setzte nur ein kurzes, hochemotionales Statement – und verließ dann die Kabine. Die Botschaft war klar: „Ihr müsst das jetzt unter euch klären.“ In der Stille übernahm die Mannschaft die Verantwortung. In einer leidenschaftlichen Ansprache aus den eigenen Reihen rüttelten sich die Spieler gegenseitig wach. Man schwor sich ein, die Ehre zu retten und bis zur letzten Sekunde zu kämpfen.

Minute 44: Der Tiefpunkt vor der Ekstase
Zunächst schien die Wirkung jedoch zu verpuffen. In der 44. Minute leuchtete ein schier aussichtsloses 27:20 auf der Anzeigetafel. Sieben Tore Rückstand, nur noch 16 Minuten auf der Uhr – viele Zuschauer hatten die Friesen bereits abgeschrieben.

Eric Marquardt und der „Klick“-Moment
Doch dann kam die 45. Minute, die alles veränderte. Beim Stand von 27:20 trat Herrenhausen zum Siebenmeter an. A-Jugend-Keeper Eric Marquardt behielt die Nerven, parierte glänzend und gab damit das Signal zur Schlussoffensive. Wie durch einen Stromschlag geweckt, legten die Friesen sofort einen 3-Tore-Lauf hin und verkürzten innerhalb kürzester Zeit.

Abwehrschlacht und der goldene Schlusspunkt
Plötzlich stand da ein Bollwerk. Angeführt von einem in der Abwehr aufopferungsvoll kämpfenden Finn Janssen, der jeden Millimeter Boden verteidigte, rührten die Friesen Beton an. Herrenhausen verlor völlig den Faden gegen den entfesselten TSV.
In einer hochdramatischen Schlussphase war es schließlich Marius Bergmann, der mit einer sehenswerten Einzelaktion den Schlusspunkt unter dieses unvorstellbare Comeback setzte. Mit dem Treffer zum 33:35-Endstand war die Sensation perfekt.

Wer einen 27:20-Rückstand in der 44. Minute noch in einen Sieg verwandelt, hat den Charakter für den Klassenerhalt. Diese kämpferische Einstellung der zweiten Halbzeit ist ab sofort der Maßstab für die kommenden Spiele.

H1: Friesen starten 2026 mit Statement-Sieg – Festung Moorgartenweg hält stand

Was für ein Handball-Abend in Hänigsen! Zum Rückrundenauftakt der Saison 2025/26 und gleichzeitig ersten Pflichtspiel des Jahres 2026 setzte der TSV Friesen Hänigsen ein dickes Ausrufezeichen. In einem packenden, intensiven und phasenweise hochdramatischen Landesliga-Duell bezwangen die Friesen den TV E. Sehnde II hochverdient mit 29:26 (16:12).

Der Start ins neue Jahr hätte kaum emotionaler sein können. Von der ersten Minute an war Feuer drin – auf dem Feld wie auf den Rängen. Die Friesen agierten mit hohem Tempo, viel Druck aus dem Rückraum und einer klaren Botschaft: Hier wird heute niemand etwas geschenkt.

Allen voran Alexander Wendland-Nahtz drückte dem Spiel seinen Stempel auf. Immer wieder setzte er sich im Eins-gegen-Eins durch, nutzte kleinste Lücken in der Abwehr und kam zu einer Vielzahl einfacher Tore aus dem Rückraum und dem Tempospiel. Sehnde fand über weite Strecken kein Mittel gegen seine Dynamik. Ein Auftritt wie aus dem Lehrbuch – effizient, entschlossen, eiskalt.

Zur Wahrheit gehört aber auch: Die Friesen machten sich das Leben zwischenzeitlich selbst schwer. Eine ganze Serie von Zwei-Minuten-Strafen brachte den bis dahin souveränen Spielfluss immer wieder ins Stocken. Unterzahlphasen rissen Löcher in die Struktur, Sehnde witterte mehrfach seine Chance und verkürzte den Abstand immer wieder. Aus einer möglichen Vorentscheidung wurde so ein Spiel auf Messers Schneide.

Doch genau hier zeigte sich die Reife dieser Mannschaft – und der enorme Wert eines starken Rückhalts.

Als die Partie in der Schlussphase beim Zwei-Tore-Vorsprung zu kippen drohte, kam der Moment des Spiels: Siebenmeter für Sehnde. Ein Treffer – und die Halle hätte noch einmal gebrannt. Doch im Tor der Friesen stand an diesem Abend ein Mann wie eine Wand: Lars Wiedenroth.

Der Keeper blieb eiskalt, las den Schützen perfekt und entschärfte den Strafwurf mit einer Parade, die die Halle explodieren ließ. Das war nicht nur eine Glanzparade – das war ein psychologischer Wirkungstreffer. Statt Anschlusstreffer: kollektiver Friesen-Jubel. Statt Zittern: Rückenwind.

Diese Szene war sinnbildlich für die gesamte Partie. Immer dann, wenn Sehnde kurz davor war, das Spiel endgültig zu drehen, war Wiedenroth zur Stelle. Reflexe, Stellungsspiel, Ausstrahlung – eine bärenstarke Leistung zwischen den Pfosten.

Am Ende stand ein verdienter Heimsieg, der sogar noch klarer hätte ausfallen können. Zu oft ließen die Friesen in Überzahl oder aus guten Wurfpositionen liegen, was den Gegner im Spiel hielt. Doch unterm Strich war die Spielkontrolle über weite Strecken auf Seiten der Gastgeber.

Und wieder einmal gilt: Wer am Moorgartenweg antritt, muss mehr als nur mitspielen wollen. Die Heimstärke der Friesen ist längst kein Zufall mehr, sondern ein echtes Markenzeichen. Die Halle als Faktor, die Mannschaft als Einheit – diese Kombination macht die Friesen in eigener Halle zu einem echten Brett.

Mit diesem Sieg gelingt ein perfekter Start ins Jahr 2026 und in die Rückrunde der Saison 2025/26. Die Friesen senden ein klares Signal an die Liga: Diese Mannschaft ist bereit, oben anzugreifen.

Kurzum: Ein Spiel, das enger war als nötig – aber eines, das eindrucksvoll bewiesen hat, warum der Moorgartenweg eine Festung ist. Und warum mit den Friesen auch in der Rückrunde zu rechnen ist. 💪🔥

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