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Saisonabschlussbericht – Herren 1

Saisonabschlussbericht – Herren 1

Was für eine Saison der Friesen! Eine Spielzeit voller harter Brocken, verletzungsbedingter Rückschläge, enger Kisten und echter Charaktertests liegt hinter dem TSV Friesen Hänigsen. Und trotzdem steht am Ende ein bockstarker 4. Platz auf der Anzeigetafel – absolut verdient und das Ergebnis von Kampfgeist, Zusammenhalt und jeder Menge Herzblut.

Mit 12 Siegen, 2 Unentschieden und insgesamt 26:18 Punkten haben die Friesen einmal mehr gezeigt, dass mit ihnen in der Liga immer zu rechnen ist. Vor allem offensiv wusste das Team immer wieder zu überzeugen: 585 Tore sprechen eine klare Sprache. Tempogegenstöße, einfache zweite Welle und auch in den engen Schlussphasen der berühmte letzte Wille – die Mannschaft hat sich nie hängen lassen.

Dabei lief längst nicht alles glatt. Immer wieder musste das Team personell improvisieren, Ausfälle kompensieren und sich Woche für Woche neu sortieren. Gerade in den entscheidenden Phasen der Saison war die Bank oft dünn besetzt. Umso wichtiger war die Unterstützung aus der 2. Herren, die immer wieder ausgeholfen und sich voll in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. Genau so sieht Vereinsleben aus.

Auch neben der Platte war ordentlich Bewegung drin. Mit den Trainerveränderungen zur kommenden Saison und dem vorzeitigen Abschied von Achim( großes Dankeschön für alles!) in den letzten Wochen hätte die Mannschaft auseinanderbrechen können. Stattdessen hat die Truppe nochmal alle Kräfte gebündelt. Unter Björn wurden die letzten vier Spiele gemeinsam durchgezogen – und das erfolgreich. Da war nochmal richtig Feuer drin: kompakte Abwehr, Emotionen pur und endlich wieder dieses typische Friesen-Gefühl. 4 von 4 für Platz 4!

Ein riesiges Dankeschön geht außerdem an die Fans.
Jedes Heimspiel in Hänigsen war wieder ein echter Hexenkessel. Trommeln, Stimmung und volle Unterstützung – egal ob Tabellenführer oder Kellerduell. Gerade in schwierigen Momenten hat man gespürt, dass die Halle hinter der Mannschaft steht. Diese Atmosphäre trägt ein Team durch eine lange Saison.

Jetzt heißt es erstmal: Wunden lecken, Akkus aufladen und den Sommer genießen. Doch jeder weiß auch: Lange bleibt’s nicht ruhig. Spätestens im Juni werden wieder die Laufschuhe geschnürt und Badelatschen für die Vorbereitung ausgepackt.

Denn eines ist klar:
Die Friesen werden auch kommende Saison wieder angreifen. 💙💛

H3: Historischer Sieg gegen Burgdorf

Am sonnigen Sonntag, 26.04, traten wir im alljährlichen Heimspiel gegen unsere alten Bekannten Burgdorf IV an. Diese Begegnung wiederholt sich jedes Jahr seit Anbeginn der Menschheit und statistisch sah es schlecht für uns aus. Der letzte Sieg ist gefühlt länger her als der Großteil unserer Spieler alt ist. Aber da Burgdorf personell etwas schlecht aufgestellt war und wir unserem treuen Heimpublikum etwas bieten wollten, waren wir dennoch hochmotiviert.

Die Partie wurde angepfiffen und wir haben Burgdorf direkt überfahren. Ein schnelles 2:0 schockierte die Burgdorfer, jedoch konnten sie kurz darauf das 2:1 werfen. Die nächsten Minuten haben wir sie jedoch komplett kaltgestellt und konnten dank vier aufeinanderfolgenden Treffern von Jannis Berger und einem von Fynn Richter auf 7:1 davonziehen. Eine Auszeit der Gäste stabilisierte das Spiel jedoch und ab dann schwappte es praktisch nur noch hin und her. Mal kam Burgdorf auf 3 ran, mal zogen wir mit 7 weg. Eins war jedoch nie gefährdet: unsere Führung. Zwar hat Burgdorf immer wieder aufgeholt, doch dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnten wir uns immer wieder absetzen. So stand am Ende ein hochverdienter 24:19 Sieg auf der Tafel, welcher den großen Saisonabschluss phänomenal abrundete. Nun steht nur noch ein letztes Auswärtsspiel gegen Lehrte IV auf dem Plan, bevor wir in die wohlverdiente Pause gehen.

Wir konnten wie bei vorherigen Heimspielen zeigen was in uns steckt und uns auch wieder belohnen. Vielen Dank an unsere treuen Fans für euren Support über die ganze Saison. Ihr geht immer mit uns durch dick und dünn und seid da, auch wenn es schlecht läuft. Diese Saison lief deutlich besser als die letzten und daran wollen wir in der nächsten Spielzeit anknüpfen. Bis zum nächsten Heimspiel im September, wir freuen uns auf euch. Eure 3.!

Es spielten: Ulf Dippel (2), Lukas Weiss, Jannis Berger (8), Sebastian Weidling (2/1), Tjark Leider (1), Fynn Richter (3), Jan Ole Mundt (2), Alexander Bauer, Marcel Thomas (2), Nils Müller (Tor), Finn Ole Janßen (4), Marvin Zentile, Oliver Kubertin (Tor), Florian Böhme, Markus Bode

Coach: Tim Noske

H1: Friesen feiern klaren Heimsieg zum Saisonabschluss

Volle Halle, beste Stimmung und ein Spiel, das von Anfang an in die richtige Richtung lief: Die Männer des TSV Friesen Hänigsen gewinnen ihr letztes Heimspiel der Saison deutlich mit 37:29 gegen den TV Hannover-Badenstedt. Ein souveräner Auftritt, bei dem der Sieg zu keiner Zeit wirklich in Gefahr geriet.

Die Gäste hielten zu Beginn noch ordentlich dagegen, kämpften um jeden Ball und suchten immer wieder den schnellen Abschluss. Doch Hänigsen fand schnell seinen Rhythmus. Vor allem im Angriff lief der Ball flüssig, die Chancen wurden konsequent genutzt. Bis zur Pause setzten sich die Friesen bereits klar auf 19:12 ab.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Spielverlauf. Hänigsen blieb spielbestimmend, zog das Tempo immer wieder an und ließ Badenstedt nie wirklich herankommen. Zwar kämpften die Gäste weiter tapfer, doch der Rückstand pendelte konstant im komfortablen Bereich.

Im Angriff ragten vor allem Wendland-Nahtz und Fricke heraus. Fricke zeigte sich treffsicher aus dem Feld und war immer wieder zur Stelle, wenn es schnell gehen musste. Wiedenroth übernahm Verantwortung im Kasten für die Siebenmeter und parierte mehrfach sicher.

Ein besonderer Moment gehörte Dominic Olms: Als er ins Tor kam, brandete Applaus auf. Das Publikum feierte ihn lautstark – auch wenn er an diesem Abend keine Parade mehr zeigen konnte, war sein Einsatz das emotionale Highlight eines ohnehin gelungenen Abends.

Am Ende stand ein verdienter 37:29-Erfolg – ein gelungener Abschluss vor heimischer Kulisse, getragen von einer starken Mannschaftsleistung und einer tollen Atmosphäre auf den Rängen.

H1: Revanche geglückt: Friesen jubeln in Lehrte

Was für eine Antwort! Nach der bitteren und knappen Niederlage im Hinspiel hat der TSV Friesen Hänigsen eindrucksvoll zurückgeschlagen und sich in Lehrte mit einem 29:24-Auswärtssieg belohnt.

Von Beginn an war Tempo in der Partie, die Friesen erspielten sich sofort gute Chancen – auch wenn zunächst nicht alles den Weg ins Tor fand. Lehrte blieb dadurch dran, doch die Friesen ließen sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Mit viel Spielfreude, Einsatz und der richtigen Einstellung blieb das Team auf Kurs.

Im weiteren Spielverlauf platzte dann immer mehr der Knoten. Die Angriffe wurden konsequenter abgeschlossen, das Zusammenspiel funktionierte immer besser – und ein echtes Highlight: Alle Feldspieler trugen sich in die Torschützenliste ein. Breiter und mannschaftlicher geht es kaum.

Als Lehrte in der zweiten Hälfte noch einmal herankam und kurzzeitig Hoffnung schöpfte, zeigten die Friesen genau die richtige Reaktion. Kein hektisches Spiel, sondern kühler Kopf, klare Aktionen und eine Abwehr, die jetzt richtig zupackte. Ballgewinne, starke Zweikämpfe und ein wachsender Teamspirit sorgten dafür, dass die Partie wieder in die richtige Richtung kippte.

In den Schlussminuten ließ die Mannschaft dann nichts mehr anbrennen und brachte den Vorsprung souverän ins Ziel. Am Ende steht ein verdienter Auswärtssieg – und vor allem ein Spiel, das Lust auf mehr macht.

H1: Was für ein Auftakt. Was für ein Statement. Was für ein Handballabend.

In der gut gefüllten Halle in Hänigsen entwickelte sich von der ersten Sekunde an ein Spiel, das alles hatte, was das Handballherz begehrt: Tempo, Härte, Emotion – und zwei Torhüter, die den Unterschied machten. Am Ende stand ein deutlicher 36:22-Erfolg, der sich wie ein echtes Ausrufezeichen liest.

Erste Halbzeit: Tempo, Tiefe, Torgefahr

Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr. Aus einer aggressiven, kompakt verschiebenden 6:0-Abwehr heraus wurde immer wieder der Ballgewinn erzwungen – und dann ging die Post ab. Erste und zweite Welle liefen sauber, das Umschaltspiel war messerscharf.

Im Positionsangriff überzeugte die Mannschaft mit klaren Spielkonzepten: Kreuzungen, Sperre-Absetzen vom Kreis und gut getimte Parallelstöße sorgten für Lücken in der gegnerischen Defensive. Immer wieder wurde der Ball geduldig durch die Reihen gespielt, bis sich die klare Wurfchance ergab.

Und wenn doch einmal etwas durchkam? Dann war da Fricke. Mit starken Paraden aus dem Rückraum, schnellen Reaktionen im Eins-gegen-Eins und gutem Stellungsspiel avancierte er schon früh zum emotionalen Rückhalt seiner Mannschaft.

Halbzeitfazit: Stark. Dominant. Und noch lange nicht satt.

Mit einer komfortablen Führung ging es in die Kabine – und die Halle ahnte bereits: Da geht noch mehr.

Zweite Halbzeit: Eskalation auf höchstem Niveau

Was dann folgte, war Handball auf einem Level, das man so deutlich selten sieht. Die Abwehr stand noch stabiler, noch kompakter, noch galliger. Jeder Zweikampf wurde angenommen, jeder Passweg attackiert.

Und vorne? Spielfreude pur.

Die Rückraumachse variierte clever zwischen Druck auf die Tiefe und Spielverlagerung auf die Außen. Der Kreis arbeitete unermüdlich, setzte Sperren, schuf Räume – und wurde immer wieder mustergültig bedient.

Besonders beeindruckend: die Paraden vom Siebenmeterstrich. Hier übernahm Wiedenroth Verantwortung – und lieferte eiskalt ab. Nerven wie Drahtseile, keine Zweifel. Jeder Strafwurf ein Statement.

Während Fricke aus dem Spiel heraus eine Wand war, zeigte Wiedenroth vom Punkt seine Klasse. Dieses Torhüter-Duo gab der Mannschaft genau die Sicherheit, die es braucht, um vorne mutig und kreativ zu agieren.

Mit jeder Parade, jedem Ballgewinn und jedem Treffer wuchs die Energie auf den Rängen. Die Halle tobte, pushte, trug die Mannschaft förmlich durch die Partie. Spätestens in der Schlussphase wurde klar: Hier geht heute nichts mehr schief.

Einstand nach Maß

Es war das erste Spiel, in dem Trainer Schütte allein die Verantwortung auf der Bank trug – und seine Mannschaft lieferte ab. Klare Struktur, mutige Entscheidungen und ein Team, das den Plan zu 100 % umgesetzt hat.

Fazit:

Ein Auftritt mit Ansage.
Starke Abwehr. Kreative Offensive. Zwei überragende Torhüter.
Erste Halbzeit stark – zweite noch stärker.

Oder, um es auf den Punkt zu bringen:
Ein Mega-Sieg. Und hoffentlich nicht der letzte dieser Art.

Neuer Look für die 1. Herren – Dank an unseren Sponsor!

Neuer Look für die 1. Herren – Dank an unseren Sponsor!

Die 1. Herren der TSV Friesen Hänigsen präsentiert sich ab sofort im neuen, einheitlichen Outfit: Dank der großzügigen Unterstützung unseres neuen Sponsors Volker Lüders Tief-, Kabel-, Leitungsbau GmbH wurden alle Spieler mit hochwertigen Polo-Shirts ausgestattet.

Mit diesem Upgrade stärken wir nicht nur unsere Außenwirkung, sondern setzen auch ein klares Zeichen für Teamgeist und Zusammenhalt. Ob bei Mannschaftsabenden, Auswärtsspielen oder offiziellen Auftritten – die 1. Herren tritt nun geschlossen und professionell auf.

Ein einheitlicher Look ist mehr als nur Kleidung: Er schafft Identifikation, stärkt das Wir-Gefühl und unterstreicht unsere Ambitionen – auf und neben dem Platz.

Ein herzliches Dankeschön an Volker Lüders und sein Team für das Vertrauen und die Unterstützung unseres Vereins. Partnerschaften wie diese sind ein wichtiger Baustein für die nachhaltige Entwicklung unseres Sports.

Gemeinsam stark – auf und neben dem Platz!

H3: Spielt denselben Song nochmal: 1. Halbzeit flop, 2. Halbzeit top

Nach dem harzigen Spiel letzte Woche in Anderten, wo wir wie immer in der ersten Halbzeit katastrophal und in der zweiten deutlich besser gespielt haben, wollten wir lieber an den letzten Heimerfolg gegen Seelze anknüpfen. Da Neustadt mit nur 7 Spielern, also ohne Reserve antrat, war die Ansage klar: Wir rennen sie mit unseren 16 Spielern tot.

Für die ersten 10 Minuten klappte das auch sehr gut, auch wenn wir diverse freie Torchancen unnötig verworfen haben. Dann aber ließen wir nach und fielen nach einer zwischenzeitlichen 5:2 Führung nach rund 19 min auf 9:10 zurück. Dann brachen wir vollständig zusammen und lagen auf einmal 11:15 hinten. So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Dank einiger guten Steals konnten wir uns aber zur Halbzeit noch auf ein 17:18 ran kämpfen.

In der Pause haben wir untereinander die Probleme besprochen, Lösungen überlegt und uns gegenseitig motiviert. Coach Basti brauchte nur wenig sagen, da wir das selber unter uns geregelt haben: Sichere Abschlüsse, mehr Druck in die Lücken, mehr reden und zupacken in der Abwehr und das Wichtigste: Mehr Tempo!

Wir haben direkt nach der Halbzeit auf eine offensivere 5-1 Abwehr umgestellt und das hat gezündet. Egal welcher Hänigser Handballzwerg da stand, ob Flo Böhme, Tim Noske oder Finn Janßen, es wirkte, als ständen Riesen da. Ein Tempogegenstoß, dank abgefangener Bälle folgte dem Nächsten, die Abwehr stand und die Keeper hielten was das Zeug hält, sodass wir nach 1,5 min bereits ausglichen und kurz darauf in Führung gehen konnten. Nach 40 min führten wir so auf einmal 29:22, da einfach alles klappte. Danach hat sich Neustadt leider gefangen und das Spiel ging ausgeglichen weiter. Aber auch trotz einer zwischenzeitlichen 3-fachen Unterzahl, hielten wir die Führung eisern fest. Nach 57 min klatschte Aushilfe Eric Marquardt das 40. Ding ins Netz, was das Ende dieses Torfestes signalisierte. Am Ende stand ein verdienten 41:33 auf der Anzeige.

Auch wenn wir zwischenzeitlich groben Unfug gespielt haben, haben wir doch gezeigt, was in uns steckt. Oder um Flo zu zitieren: „Jungs, es war heute ein mega schönes Mannschaftsspiel! Wir haben heute als Mannschaft geackert und gekämpft und verdient gewonnen!“

Auch unser Coach war zufrieden mit unserer Leistung. Nach unserem nächsten Spiel am Samstag gegen den HSC haben wir erstmal Zeit, an unseren Schwächen zu arbeiten, um die Saison erfolgreich zu Ende zu bringen.

Es spielten: Ulf Dippel (3), Lukas Weiss (4), Sebastian Weidling (7), Tjark Leider (4/1), Fynn Richter (1), Jan Ole Mundt (1), Alexander Bauer (1), Marcel Thomas (3), Nils Müller (Tor), Finn Ole Janßen (4), Tim Noske (2), Marvin Zentile, Oliver Kubertin (Tor), Bela Degotschin (2), Florian Böhme (8), Eric Marquardt (1)

Coach: Sebastian Weidling (als Spielertrainer)

H1: Friesen zeigen Moral nach Handbremsen-Handball

Es war eines dieser Spiele, bei denen man als Zuschauer das Gefühl hatte: Da ist mehr drin – aber der Motor läuft irgendwie nur auf Halbgas. Die Friesen lieferten sich über 60 Minuten ein grundsätzlich faires, aber lange Zeit etwas zähes Duell, das am Ende dennoch einen dramatischen Abschluss fand. Nach einem Vier-Tore-Rückstand kurz vor Schluss retteten die Hausherren mit viel Moral noch ein 28:28-Unentschieden.

Spiel mit angezogener Handbremse

Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Gäste legten immer wieder vor, die Friesen zogen nach – ein klassisches Hin und Her. Früh wurde deutlich: Beide Teams fanden offensiv Lösungen, aber so richtiges Feuer wollte auf Friesenseite zunächst nicht aufkommen.

Zwischen der 10. und 20. Minute blieb das Spiel völlig ausgeglichen. Tore fielen auf beiden Seiten beinahe im Minutentakt. Immer wieder übernahmen die Friesen Spieler Verantwortung im Angriff, doch die Gäste hielten konsequent dagegen.

Die Partie blieb dadurch lange offen, ohne dass die Friesen jemals wirklich den Zugriff bekamen. Man merkte: Der letzte Funke fehlte.

Gäste setzen sich ab

In der Schlussphase schien das Spiel dann sogar zu kippen. Beim 22:26 lag der Gastgeber plötzlich deutlich hinten. Viele Teams wären in dieser Phase mental eingebrochen.

Nicht so die Friesen.

Jetzt zeigte die Mannschaft endlich das, was zuvor über weite Strecken gefehlt hatte: Emotion, Entschlossenheit – und sprichwörtlich den Arsch in der Hose.

Vor allem im Tor wurde gab es plötzlich ein Bollwerk. Lars Wiedenroth entwickelte sich in den letzten Minuten zum entscheidenden Faktor. Mit mehreren starken Paraden nahm er den Gästen den Wind aus den Segeln und gab seinem Team den nötigen Rückenwind.

Vorne nutzten die Friesen ihre Chancen nun konsequenter. Tor um Tor arbeitete sich das Team zurück.

Der verdiente Punkt

Die Halle spürte plötzlich: Hier geht noch was.

Und tatsächlich – kurz vor Schluss fiel der umjubelte Ausgleich zum 28:28. Was lange nach einer Niederlage ausgesehen hatte, wurde so doch noch zu einem verdienten Punktgewinn.

Fazit

Kein Spiel für das Highlight-Archiv – aber eines für die Kategorie Mentalität. Über weite Strecken wirkten die Friesen wie mit angezogener Handbremse. Doch als es darauf ankam, zeigte die Mannschaft Charakter, kämpfte sich zurück und wurde mit einem Punkt belohnt.

Mit dieser Moral lässt sich arbeiten. Und wenn beim nächsten Mal das Feuer von Anfang an brennt, wird aus solchen Spielen vielleicht wieder ein voller Erfolg.

H1: Charaktertest in Schaumburg

Friesenjungs holen sich gefühlten Sieg im letzten Angriff

Es gibt Spiele, die sind mehr als 60 Minuten Handball. Es sind Prüfsteine. Reifegrade. Charakterfragen.
Das Auswärtsspiel der Friesenjungs bei Schaumburg war genau so eines.

Am Ende stand ein 30:30 auf der Anzeigetafel. Doch wer nur das Ergebnis liest, verpasst die eigentliche Story.

Fehlstart? Ja. Kapitulation? Niemals.

Die Partie begann mit Gegenwind. Schaumburg legte vor, die Halle kochte, und die Friesenjungs mussten früh hinterherlaufen. Zwischenzeitlich schien es, als würde der Gastgeber die Kontrolle übernehmen. Doch schon in dieser Phase war eines spürbar: Diese Mannschaft kommt nicht für Schönspielerei – sie kommt für Punkte.

Mit jedem Angriff, jedem Zweikampf und jedem Block wuchs der Widerstand.
Angeführt von einem überragenden Klaas Fricke mit neun Treffern übernahm der TSV Verantwortung. Auch Hannes Puchta (5), Alexander Wendland-Nahtz (6) und Matthias Müller (4) lieferten in den entscheidenden Momenten.

Das war kein Glanzhandball.
Das war Mentalität.

Die Aufholjagd 16:11 zur Halbzeit– Momentum gedreht

Als Schaumburg sich leicht abzusetzen begann, starteten die Friesenjungs ihre Mission Comeback. Tor um Tor arbeiteten sie sich heran. In der Defensive wurde gefightet, im Angriff mit kühlem Kopf abgeschlossen. Die Körpersprache? Entschlossen. Der Wille? Unverhandelbar.

Dann der Moment:
Nach intensiver Aufholjagd gelang die verdiente Führung. Kurzzeitig lag das Momentum komplett auf Seiten der Gäste. Die Bank stand. Die Halle verstummte. Schaumburg wankte.

Hier hätte das Spiel kippen können.

Zwei Minuten, die alles veränderten

Doch dann kam die Phase, über die man in der Kabine noch diskutieren wird.
Mehrere fragwürdige Zeitstrafen – zumindest aus Friesen-Sicht – brachten Unruhe ins Spiel. In Unterzahl geriet der Rhythmus ins Stocken, Schaumburg nutzte die numerische Überlegenheit konsequent und drehte die Partie erneut.

Aus Führung wurde Rückstand.
Aus Euphorie wurde Widerstand.

Und genau hier zeigte sich der wahre Charakter dieser Mannschaft.

Letzter Angriff. Letzte Chance. Maximale Überzeugung.

59:56 Minuten.
Rückstand. Auswärtshalle. Druck auf Maximum.

Kein hektischer Abschluss. Kein blinder Wurf.
Struktur. Geduld. Glaube.

Mit dem letzten Angriff mobilisierten die Friesenjungs alles, was sie hatten – und belohnten sich. Der Ball schlug ein. 30:30.

Schlusssirene.

Was folgte, war kein Jubel über ein Remis – es war die Explosion einer Mannschaft, die wusste: Dieses Unentschieden ist mehr als ein Punkt. Es ist ein Statement.

Fazit: Siegermentalität ohne Sieg

Dieses 30:30 fühlt sich an wie ein Erfolg auf ganzer Linie.
Nicht, weil alles perfekt lief. Sondern weil die Friesenjungs nie aufgehört haben zu glauben.

Auswärts. Unter Druck. Mit Rückschlägen.
Und dennoch bis zur letzten Sekunde handlungsfähig.

Das ist kein Zufall. Das ist Kultur.
Und genau solche Spiele sind es, die eine Saison prägen.

Schaumburg hat einen Punkt geholt.
Die Friesenjungs haben Charakter bewiesen.

H3: Heimspiel gegen Seelze

1. Halbzeit flop, 2. Halbzeit top

 

Kurz nach dem Kaffeekränzchen traten wir am Samstag, 21.02.2026, um 16 Uhr Zuhause gegen die Drittvertretung des RSV Seelze an. Das Hinspiel haben wir trotz furioser Aufholjagd in der Schlussphase knapp mit 28:27 verloren. Das wollten wir ändern, auch wenn das Spiel in Teilen erschreckend ähnlich ablief. Mit vollem 16er Kader und viel Unterstützung aus der mA und H2 war die Ansage klar: Wir müssen das Spiel gewinnen. Viel Tempo, viel Druck auf die Abwehr und vorne belohnen.

Wir haben hochmotiviert angefangen und erstmal alles gegen die Wand gefahren. Erst nach knapp 7 gespielten Minuten haben wir unser erstes Tor zum 1:3 erzielt. Unsere Angriffe waren unorganisiert, die Abwehr wie ein Schweizer Käse, unsere normalerweise herausragende 7-Meter-Quote unterirdisch. Nach rund 18 min brachte uns ein Tempogegenstoß-Doppelpack von Fynn Richter auf 6:7 ran, doch wir ließen wieder nach und fielen zur Halbzeit auf 10:13 zurück.

Viel zu sagen gab es in der Halbzeit nicht: „Das war bisher totaler Quatsch und wir müssen alles umkrempeln.“ Und das hat auch erstmal wieder überhaupt nicht geklappt. Nach 37:50 kamen wir aber nach Toren von Flo Hahn und Matti Trumtrar erstmals seit gut 20 min auf zwei Tore beim Stand von 14:16 ran. Wir ließen uns nun auch nicht mehr abschütteln und nachdem Oli Kubertin das Tor für 10 min komplett abgeschlossen hat, konnten wir 10 min vor Schluss endlich ausgleichen und zum ersten Mal in Führung gehen. Die haben wir nicht mehr losgelassen und das Ding sicher mit 26:21 über die Linie geschoben.

Kein schönes Spiel, aber wir haben zumindest zum Ende gezeigt, was in uns steckt. Jetzt vergessen wir aber die erste Halbzeit und bereiten uns auf das nächste Spiel vor: Samstag, 28.02, 18 Uhr in der Kleber-Halle Anderten.

Vielen Dank an unsere zahlreichen Aushilfen!

Es spielten: Ulf Dippel, Lukas Weiss (1), Florian Hahn (5), Bennet Rust (3), Tjark Leider (1), Fynn Richter (4), Jan Ole Mundt (1), Alexander Bauer (2), Marcel Thomas (1), Nils Müller (Tor), Jannis Berger (1), Finn Ole Janßen (4), Matti Trumtrar (2), Marvin Zentile, Oliver Kubertin (Tor), Bela Degotschin (1)

Coach: Sebastian Weidling, Florian Böhme

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