H1: Charaktertest in Schaumburg
Friesenjungs holen sich gefühlten Sieg im letzten Angriff
Es gibt Spiele, die sind mehr als 60 Minuten Handball. Es sind Prüfsteine. Reifegrade. Charakterfragen.
Das Auswärtsspiel der Friesenjungs bei Schaumburg war genau so eines.
Am Ende stand ein 30:30 auf der Anzeigetafel. Doch wer nur das Ergebnis liest, verpasst die eigentliche Story.
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Fehlstart? Ja. Kapitulation? Niemals.
Die Partie begann mit Gegenwind. Schaumburg legte vor, die Halle kochte, und die Friesenjungs mussten früh hinterherlaufen. Zwischenzeitlich schien es, als würde der Gastgeber die Kontrolle übernehmen. Doch schon in dieser Phase war eines spürbar: Diese Mannschaft kommt nicht für Schönspielerei – sie kommt für Punkte.
Mit jedem Angriff, jedem Zweikampf und jedem Block wuchs der Widerstand.
Angeführt von einem überragenden Klaas Fricke mit neun Treffern übernahm der TSV Verantwortung. Auch Hannes Puchta (5), Alexander Wendland-Nahtz (6) und Matthias Müller (4) lieferten in den entscheidenden Momenten.
Das war kein Glanzhandball.
Das war Mentalität.
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Die Aufholjagd 16:11 zur Halbzeit– Momentum gedreht
Als Schaumburg sich leicht abzusetzen begann, starteten die Friesenjungs ihre Mission Comeback. Tor um Tor arbeiteten sie sich heran. In der Defensive wurde gefightet, im Angriff mit kühlem Kopf abgeschlossen. Die Körpersprache? Entschlossen. Der Wille? Unverhandelbar.
Dann der Moment:
Nach intensiver Aufholjagd gelang die verdiente Führung. Kurzzeitig lag das Momentum komplett auf Seiten der Gäste. Die Bank stand. Die Halle verstummte. Schaumburg wankte.
Hier hätte das Spiel kippen können.
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Zwei Minuten, die alles veränderten
Doch dann kam die Phase, über die man in der Kabine noch diskutieren wird.
Mehrere fragwürdige Zeitstrafen – zumindest aus Friesen-Sicht – brachten Unruhe ins Spiel. In Unterzahl geriet der Rhythmus ins Stocken, Schaumburg nutzte die numerische Überlegenheit konsequent und drehte die Partie erneut.
Aus Führung wurde Rückstand.
Aus Euphorie wurde Widerstand.
Und genau hier zeigte sich der wahre Charakter dieser Mannschaft.
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Letzter Angriff. Letzte Chance. Maximale Überzeugung.
59:56 Minuten.
Rückstand. Auswärtshalle. Druck auf Maximum.
Kein hektischer Abschluss. Kein blinder Wurf.
Struktur. Geduld. Glaube.
Mit dem letzten Angriff mobilisierten die Friesenjungs alles, was sie hatten – und belohnten sich. Der Ball schlug ein. 30:30.
Schlusssirene.
Was folgte, war kein Jubel über ein Remis – es war die Explosion einer Mannschaft, die wusste: Dieses Unentschieden ist mehr als ein Punkt. Es ist ein Statement.
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Fazit: Siegermentalität ohne Sieg
Dieses 30:30 fühlt sich an wie ein Erfolg auf ganzer Linie.
Nicht, weil alles perfekt lief. Sondern weil die Friesenjungs nie aufgehört haben zu glauben.
Auswärts. Unter Druck. Mit Rückschlägen.
Und dennoch bis zur letzten Sekunde handlungsfähig.
Das ist kein Zufall. Das ist Kultur.
Und genau solche Spiele sind es, die eine Saison prägen.
Schaumburg hat einen Punkt geholt.
Die Friesenjungs haben Charakter bewiesen.
H3: Heimspiel gegen Seelze
1. Halbzeit flop, 2. Halbzeit top
Kurz nach dem Kaffeekränzchen traten wir am Samstag, 21.02.2026, um 16 Uhr Zuhause gegen die Drittvertretung des RSV Seelze an. Das Hinspiel haben wir trotz furioser Aufholjagd in der Schlussphase knapp mit 28:27 verloren. Das wollten wir ändern, auch wenn das Spiel in Teilen erschreckend ähnlich ablief. Mit vollem 16er Kader und viel Unterstützung aus der mA und H2 war die Ansage klar: Wir müssen das Spiel gewinnen. Viel Tempo, viel Druck auf die Abwehr und vorne belohnen.
Wir haben hochmotiviert angefangen und erstmal alles gegen die Wand gefahren. Erst nach knapp 7 gespielten Minuten haben wir unser erstes Tor zum 1:3 erzielt. Unsere Angriffe waren unorganisiert, die Abwehr wie ein Schweizer Käse, unsere normalerweise herausragende 7-Meter-Quote unterirdisch. Nach rund 18 min brachte uns ein Tempogegenstoß-Doppelpack von Fynn Richter auf 6:7 ran, doch wir ließen wieder nach und fielen zur Halbzeit auf 10:13 zurück.
Viel zu sagen gab es in der Halbzeit nicht: „Das war bisher totaler Quatsch und wir müssen alles umkrempeln.“ Und das hat auch erstmal wieder überhaupt nicht geklappt. Nach 37:50 kamen wir aber nach Toren von Flo Hahn und Matti Trumtrar erstmals seit gut 20 min auf zwei Tore beim Stand von 14:16 ran. Wir ließen uns nun auch nicht mehr abschütteln und nachdem Oli Kubertin das Tor für 10 min komplett abgeschlossen hat, konnten wir 10 min vor Schluss endlich ausgleichen und zum ersten Mal in Führung gehen. Die haben wir nicht mehr losgelassen und das Ding sicher mit 26:21 über die Linie geschoben.
Kein schönes Spiel, aber wir haben zumindest zum Ende gezeigt, was in uns steckt. Jetzt vergessen wir aber die erste Halbzeit und bereiten uns auf das nächste Spiel vor: Samstag, 28.02, 18 Uhr in der Kleber-Halle Anderten.
Vielen Dank an unsere zahlreichen Aushilfen!
Es spielten: Ulf Dippel, Lukas Weiss (1), Florian Hahn (5), Bennet Rust (3), Tjark Leider (1), Fynn Richter (4), Jan Ole Mundt (1), Alexander Bauer (2), Marcel Thomas (1), Nils Müller (Tor), Jannis Berger (1), Finn Ole Janßen (4), Matti Trumtrar (2), Marvin Zentile, Oliver Kubertin (Tor), Bela Degotschin (1)
Coach: Sebastian Weidling, Florian Böhme
H2: Harzfluch in Hildesheim besiegt
Was für ein Befreiungsschlag! Harz-Fluch besiegt.
Die Zweite Herren des TSV Friesen Hänigsen hat am vergangenen Wochenende bewiesen, dass sie nicht nur kämpfen, sondern auch mit Harz umgehen kann.
In der Halle der DJK Hildesheim feierten die Friesen einen emotionalen 20:25-Auswärtssieg – der erste Erfolg mit Harz in fremder Halle seit einer gefühlten Ewigkeit!
Es war das erwartet schwere Pflaster bei der DJK Hildesheim, doch die Friesen-Reserve zeigte von der ersten Sekunde an, dass sie gewillt war, die Punkte mit nach Hause zu nehmen. Trotz der ungewohnten Bedingungen mit Harz am Ball fanden die Gäste gut ins Spiel. In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Hildesheim hielt vor allem durch einen extrem wurfgewaltigen Rückraum dagegen, der die Hänigser Defensive immer wieder forderte. Doch die Friesen behielten die Nerven und eine konzentrierte Abschlussquote sorgte dafür, dass man mit einer verdienten 13:12-Führung in die Kabinen ging.
Die „Mauer“ steht: Nur 8 Gegentore in Durchgang zwei
Was die Zuschauer nach dem Seitenwechsel erlebten, war eine defensive Meisterleistung. Der Star des Tages war ganz klar die geschlossene Mannschaftsleistung in der Abwehr. Mit einer unglaublichen Laufbereitschaft verschoben die Friesen die Räume so geschickt, dass der Hildesheimer Rückraum zunehmend verzweifelte.
Sollte doch mal ein Ball durchkommen, stand da noch ein blendend aufgelegter Fabian „Fäbs“ Beisler im Tor, der die Hausherren mit seinen Paraden schier in den Wahnsinn trieb.
Die Zahlen sprechen Bände: In den gesamten zweiten 30 Minuten ließ Hänigsen lediglich 8 Gegentore zu!
Offensiv übernahm vor allem Marius Bergmann die Verantwortung. Mit 5 Toren aus dem Spiel heraus und einer makellosen Bilanz vom Punkt (3 von 3 verwandelte 7-Meter) ließ er dem gegnerischen Keeper keine Chance.
Die Vorentscheidung fiel nach einer dramatischen Phase:
* 39. Minute: 15:15 – Das Spiel steht auf des Messers Schneide.
* 44. Minute: 16:21 – Innerhalb von nur fünf Minuten brannten die Friesen ein Feuerwerk ab und zogen davon!
Selbst kleine Passfehler oder überhastete Abschlüsse fielen nicht ins Gewicht, da die Mannschaft jeden Fehler sofort durch immense Laufarbeit in der Abwehr wieder ausbügelte.
Der Blick auf die Tabelle
Mit diesem Sieg klettern die Friesen auf ein ausgeglichenes Punktekonto von 11:11 und festigen den 6. Tabellenplatz in der Regionsoberliga.
Nächster Halt: Heimspiel-Kracher gegen Altwarmbüchen!
Beflügelt von 4:0 Punkten aus den letzten zwei Partien strotzt die Mannschaft vor Selbstvertrauen. Und das wird sie auch brauchen: Am kommenden Samstag steht das wichtige Heimspiel gegen Altwarmbüchen an. Mit dieser Abwehrleistung und der lautstarken Unterstützung der Fans im Rücken sollen die nächsten zwei Punkte in Hänigsen bleiben!
H2: Kabinenbeben: 15:6-Lauf in der Schlussviertelstunde rettet Friesen-Reserve
HÄNIGSEN/HERRENHAUSEN. Was sich am vergangenen Wochenende in der Halle von Herrenhausen abspielte, wird wohl als das „Wunder von Minute 45“ in die Geschichte der 2. Herren des TSV Friesen Hänigsen eingehen. In einer Partie, die eigentlich schon längst verloren geglaubt war, bewies die Mannschaft eine Moral, die im Abstiegskampf ihresgleichen sucht.
Ein Trümmerhaufen zur Pause: 18:10
Die erste Halbzeit war ein handballerischer Offenbarungseid. Ohne Zugriff in der Abwehr und völlig ideenlos im Angriff ließen die Friesen sämtliche Grundtugenden vermissen. Mit einem deprimierenden 18:10-Rückstand schlich das Team in die Kabine. Die Messe schien gelesen.
Der psychologische Kniff der Trainer
In der Pause folgte der Wendepunkt: Das Trainergespann setzte nur ein kurzes, hochemotionales Statement – und verließ dann die Kabine. Die Botschaft war klar: „Ihr müsst das jetzt unter euch klären.“ In der Stille übernahm die Mannschaft die Verantwortung. In einer leidenschaftlichen Ansprache aus den eigenen Reihen rüttelten sich die Spieler gegenseitig wach. Man schwor sich ein, die Ehre zu retten und bis zur letzten Sekunde zu kämpfen.
Minute 44: Der Tiefpunkt vor der Ekstase
Zunächst schien die Wirkung jedoch zu verpuffen. In der 44. Minute leuchtete ein schier aussichtsloses 27:20 auf der Anzeigetafel. Sieben Tore Rückstand, nur noch 16 Minuten auf der Uhr – viele Zuschauer hatten die Friesen bereits abgeschrieben.
Eric Marquardt und der „Klick“-Moment
Doch dann kam die 45. Minute, die alles veränderte. Beim Stand von 27:20 trat Herrenhausen zum Siebenmeter an. A-Jugend-Keeper Eric Marquardt behielt die Nerven, parierte glänzend und gab damit das Signal zur Schlussoffensive. Wie durch einen Stromschlag geweckt, legten die Friesen sofort einen 3-Tore-Lauf hin und verkürzten innerhalb kürzester Zeit.
Abwehrschlacht und der goldene Schlusspunkt
Plötzlich stand da ein Bollwerk. Angeführt von einem in der Abwehr aufopferungsvoll kämpfenden Finn Janssen, der jeden Millimeter Boden verteidigte, rührten die Friesen Beton an. Herrenhausen verlor völlig den Faden gegen den entfesselten TSV.
In einer hochdramatischen Schlussphase war es schließlich Marius Bergmann, der mit einer sehenswerten Einzelaktion den Schlusspunkt unter dieses unvorstellbare Comeback setzte. Mit dem Treffer zum 33:35-Endstand war die Sensation perfekt.
Wer einen 27:20-Rückstand in der 44. Minute noch in einen Sieg verwandelt, hat den Charakter für den Klassenerhalt. Diese kämpferische Einstellung der zweiten Halbzeit ist ab sofort der Maßstab für die kommenden Spiele.
D1: Rückrundenauftakt gegen den HSC
Am Samstag stand zu gewohnter Zeit unser erstes Rückrundenspiel an.
Wir empfingen die zweite Riege des Hannoverschen SC. Im Hinspiel taten wir uns sehr schwer und verloren am Ende bitter in letzter Sekunde. Diese Niederlage wollten wir unbedingt wieder gut machen.
Wir starteten gut ins Spiel und hatten einige leichte Torchancen, die wir allerdings lange nicht alle versenkten. Immerwieder scheiterten wir an der gegnerischen Torhüterin. Dadurch machten wir es uns etwas zu schwer, uns deutlicher abzusetzen.
Das Spiel verlief etwas zäh und wir kamen nicht in den “Flow”, in dem wir sein sollten.
Mit einem kleinen Vorsprung ging es dann in die Halbzeit.
Eigentlich lief es gut, aber die Chancenverwertung war auf jeden Fall verbesserungswürdig.
Die zweite Halbzeit lief erstmal so weiter.
Auch wenn uns einige Fehler passierten oder Sachen nicht so funktionierten, wie sie sollten, blieben wir nichtsdestotrotz bei der Sache und versuchten es einfach weiter. Irgendwann musste der Knoten ja mal platzen..
Und das tat er auch! In den letzten 15 Spielminuten schafften wir es endlich, etwas Leichtigkeit zurückzugelangen und nochmal aufzudrehen. Auch wenn noch lange nicht alles funktionierte, ließen wir uns nicht unterkriegen. Über unsere Mentalität schafften wir es doch noch ein paar Akzente zu setzen. Alle Spielerinnen trugen sich in die Torschützenliste ein und endlich knackten wir auch die 30-Tore-Marke.
Das Spiel war kein Spaziergang, aber wir schlossen es mit einem wohlverdienten Arbeitssieg ab, der zu keiner Minute gefährdet war.
Jetzt haben wir ein paar Wochen Pause, um einige Dinge in Angriff zu nehmen.
Vielen Dank an unsere Fans! Und vorallem an unsere E-Mädels! Mit eurer Trommelei und eurem Gesang, habt ihr uns zu dem Sieg geführt und den Abend versüßt!
D1: Nichts zu holen beim Tabellenersten
Wir verlieren das letzte Spiel der Hinrunde gegen den Lehrter SV, jedoch können wir sehr zufrieden sein.
Wir beginnen das Spiel leider mit einigen Fehlern, wodurch der LSV direkt gut ins Spiel starten konnte.
Wir konnten uns allerdings schnell anpassen und etwas verspätet ebenfalls durchstarten.
Auf die stets offene, aber robuste Abwehr unserer Gäste hatten wir immer eine gute Antwort, denn jeder konnte sich in die Torschützenliste eintragen.
In unserem Abwehrverbund bekamen wir allerdings nicht immer den Zugriff den wir brauchten, um doch noch wieder etwas mehr zu verkürzen.
Bis zur Halbzeit wurde der Abstand dann leider noch etwas größer, sodass wir mit einem 12:17 in die Kabine gingen.
Die Mädels vom LSV kamen gestärkt aus der Kabine und überrollten uns in den ersten Minuten der 2. HZ etwas zu dolle, indem sie jede Unachtsamkeit sofort bestraften. Auch hier brauchten wir wieder ein paar Minuten zu lang, um zurück ins Spiel zu kommen. Wir hielten jedoch bärenstark und mit aller Kraft gegen alles was noch kam. Wir ließen uns nicht abschütteln und kämpften mit allem was wir hatten. Am Ende reicht es nicht für einen Sieg und auch der Abstand war leider etwas zu hoch. Das Ergebnis spiegelt nicht unbedingt unsere Leistung wider.
Aaaaaaber:
Wir haben uns vorgenommen, dem klaren Favoriten Kante zu zeigen, um mit- bzw. gegenzuhalten und das haben wir auch größtenteils geschafft. Wir haben uns gut verkauft und wir gehen mit Stolz von der Platte.
Wir freuen uns auf die Rückrunde.
D1: Wir begrüßen das neue Jahr mit dem ersten Auswärtssieg der Saison in Burgdorf!
Nachdem der Coach unserer Gastgeber einer Verlegung aufgrund der Wetterbedingungen nicht zustimmte, machte unser Team sich frühzeitig auf den Weg, durch die verschneiten Straßen, damit auch wirklich alle heile ankommen.
Endlich in der Halle angekommen, ging der Fokus direkt auf das erste Auswärtsspiel des Jahres, denn wir wollten diese Reise nicht umsonst angetreten haben.
Anfangs brauchten wir noch etwas Zeit um die Hände aufzutauen, aber nach ein paar Minuten Spielzeit kamen wir gut rein. Wir erspielten uns schöne Torchancen und netzten diese auch ein.
Die Partie war hart umkämpft, unsere Gastgeberinnen schafften es immer mal wieder auszugleichen, aber niemals in Führung zu gehen. Dafür sorgte unser Endgegner, Finja im Tor.
Die zweite Halbzeit starteten wir kurzzeitig etwas unkonzentriert, weshalb Burgdorf noch ein letztes Mal ausgleichen konnte.
Das rüttelte uns aber wieder wach und wir legten wieder die nötige Konsequenz an den Tag. Unserem Sieg stand somit nichts mehr im Wege und wir konnten die ersten Punkte für 2026 auf das Friesen-Konto verbuchen.
Nun war alles angerichtet, für die wirklich gelungene Startparty am Abend. Mit einem Derbysieg im Gepäck feiert es sich eben am besten!
Vielen Dank an alle, die uns trotz des Wetters unterstützt haben! Ihr seid die besten!
H1: Friesen starten 2026 mit Statement-Sieg – Festung Moorgartenweg hält stand
Was für ein Handball-Abend in Hänigsen! Zum Rückrundenauftakt der Saison 2025/26 und gleichzeitig ersten Pflichtspiel des Jahres 2026 setzte der TSV Friesen Hänigsen ein dickes Ausrufezeichen. In einem packenden, intensiven und phasenweise hochdramatischen Landesliga-Duell bezwangen die Friesen den TV E. Sehnde II hochverdient mit 29:26 (16:12).
Der Start ins neue Jahr hätte kaum emotionaler sein können. Von der ersten Minute an war Feuer drin – auf dem Feld wie auf den Rängen. Die Friesen agierten mit hohem Tempo, viel Druck aus dem Rückraum und einer klaren Botschaft: Hier wird heute niemand etwas geschenkt.
Allen voran Alexander Wendland-Nahtz drückte dem Spiel seinen Stempel auf. Immer wieder setzte er sich im Eins-gegen-Eins durch, nutzte kleinste Lücken in der Abwehr und kam zu einer Vielzahl einfacher Tore aus dem Rückraum und dem Tempospiel. Sehnde fand über weite Strecken kein Mittel gegen seine Dynamik. Ein Auftritt wie aus dem Lehrbuch – effizient, entschlossen, eiskalt.
Zur Wahrheit gehört aber auch: Die Friesen machten sich das Leben zwischenzeitlich selbst schwer. Eine ganze Serie von Zwei-Minuten-Strafen brachte den bis dahin souveränen Spielfluss immer wieder ins Stocken. Unterzahlphasen rissen Löcher in die Struktur, Sehnde witterte mehrfach seine Chance und verkürzte den Abstand immer wieder. Aus einer möglichen Vorentscheidung wurde so ein Spiel auf Messers Schneide.
Doch genau hier zeigte sich die Reife dieser Mannschaft – und der enorme Wert eines starken Rückhalts.
Als die Partie in der Schlussphase beim Zwei-Tore-Vorsprung zu kippen drohte, kam der Moment des Spiels: Siebenmeter für Sehnde. Ein Treffer – und die Halle hätte noch einmal gebrannt. Doch im Tor der Friesen stand an diesem Abend ein Mann wie eine Wand: Lars Wiedenroth.
Der Keeper blieb eiskalt, las den Schützen perfekt und entschärfte den Strafwurf mit einer Parade, die die Halle explodieren ließ. Das war nicht nur eine Glanzparade – das war ein psychologischer Wirkungstreffer. Statt Anschlusstreffer: kollektiver Friesen-Jubel. Statt Zittern: Rückenwind.
Diese Szene war sinnbildlich für die gesamte Partie. Immer dann, wenn Sehnde kurz davor war, das Spiel endgültig zu drehen, war Wiedenroth zur Stelle. Reflexe, Stellungsspiel, Ausstrahlung – eine bärenstarke Leistung zwischen den Pfosten.
Am Ende stand ein verdienter Heimsieg, der sogar noch klarer hätte ausfallen können. Zu oft ließen die Friesen in Überzahl oder aus guten Wurfpositionen liegen, was den Gegner im Spiel hielt. Doch unterm Strich war die Spielkontrolle über weite Strecken auf Seiten der Gastgeber.
Und wieder einmal gilt: Wer am Moorgartenweg antritt, muss mehr als nur mitspielen wollen. Die Heimstärke der Friesen ist längst kein Zufall mehr, sondern ein echtes Markenzeichen. Die Halle als Faktor, die Mannschaft als Einheit – diese Kombination macht die Friesen in eigener Halle zu einem echten Brett.
Mit diesem Sieg gelingt ein perfekter Start ins Jahr 2026 und in die Rückrunde der Saison 2025/26. Die Friesen senden ein klares Signal an die Liga: Diese Mannschaft ist bereit, oben anzugreifen.
Kurzum: Ein Spiel, das enger war als nötig – aber eines, das eindrucksvoll bewiesen hat, warum der Moorgartenweg eine Festung ist. Und warum mit den Friesen auch in der Rückrunde zu rechnen ist. 💪🔥
D1: Zu Gast in Empelde
Am dritten Adventssonntag stand unser letztes Spiel des Jahres 2025 auf dem Plan.
Wir traten im Auswärtsspiel gegen den Landesligaabsteiger TuS Empelde II an.
Das erste Viertel des Spiels verlief bei uns leider etwas träge und wir kamen nicht richtig ins Spiel. Unser Gastgeber aus Empelde war von Anfang an erbarmungslos und netzte alles ein, was ging. Schnell lagen wir mit drei Toren zurück, ein Abstand, dem wir lang hinterherlaufen sollten.
Nach ca. 20 gespielten Minuten legte sich bei uns der Schalter endlich um, unsere Abwehr hatte besseren Zugriff und auch im Angriff schafften wir es besser bis zum Abschluss zu kommen. Nun wurde das Spiel zu einem harten Kampf auf beiden Seiten.
Aber auch der Halbzeitstand blieb bei den drei Toren Rückstand für uns, die Stimmung allerdings war viel besser, als am Anfang.
Wir pushten uns ins unermessliche und der Kampf ging in Halbzeit zwei weiter.
Wir kämpften uns wieder bis auf ein Tor heran und es war alles möglich. Jedoch schlich sich wieder Mal der Fehlerteufel ein, viele kleine Fehler summierten sich und unser Gastgeber spielte gnadenlos bis zum Ende. Weshalb wir leider wieder auf der Verliererseite stehen.
Im ganzen Spiel liefen wir dem Rückstand der ersten Minuten hinterher, und als wir es wieder in der Hand hatten, verlieren wir, weil wir zu viele Fehler machen und vorallem auch zu viel 100% Chancen liegen lassen. Das tut weh, weil eigentlich alles andere lief, die Moral und der Kampfgeist war da, aber wir scheitern letztendlich an uns selbst.
Jetzt gehen wir erstmal in die Weihnachtspause und im nächsten Jahr wird neu angegriffen!
Vielen Dank an Tina aus der zweiten Damen, für die Unterstützung im Tor!
Außerdem, gute Besserung an die Spielerin vom TuS Empelde, die sich leider unglücklicherweise im Spiel verletzte!
H1: Friesen kämpfen, Nienburg jubelt – ein Abend zwischen Aufbruch und Lernkurve
Die Reise nach Nienburg begann vielversprechend. Fünf Minuten lang neutralisierten sich beide Teams – dann zündete der TSV Friesen Hänigsen den ersten Funken. Der Start: fokussiert, mutig, auf Augenhöhe. Doch mit zunehmender Spieldauer schlichen sich technische Fehler ein, die den Rhythmus kosteten und den Gastgeber zunehmend ins Spiel brachten.
Keine Ausrede, aber ein Faktor: der ungewohnte Harz am Ball. Er wurde zum stillen Gegenspieler und sorgte für unnötige Ballverluste. Nienburg nutzte diese Effizienzfenster konsequent, setzte sich Schritt für Schritt ab und ging mit einer 17:10-Führung in die Kabine – ein Zwischenstand, der den Spielverlauf nur bedingt widerspiegelte.
Nach dem Seitenwechsel zeigte Hänigsen genau das, was diese Mannschaft auszeichnet: Charakter. Die Moral blieb stabil, die Köpfe oben, der Einsatz kompromisslos. Unterstützt von vier Jungs aus der Herren 2 stemmte sich das Team gegen die drohende Niederlage. Der Wille war da, das Spiel fair, die Intensität hoch – doch der Rückstand ließ sich nicht mehr vollständig schließen. Am Ende stand ein 32:27 auf der Anzeigetafel.
Der Blick auf die Tabelle zeigt ein spannendes Gesamtbild: Rang 4, acht Minuspunkte – eine Momentaufnahme, mit der vor der Saison wohl kaum jemand gerechnet hätte. Sportlich betrachtet ist das kein Rückschritt, sondern ein solides Fundament.
Jetzt heißt es: Verletzungen auskurieren, Akkus laden, Abläufe schärfen. 2026 wartet – und das mit neuen Chancen.
Ein besonderer Dank geht an den fantastischen Fan-Support: ob auswärts in der Fremde oder bei jedem fulminanten Heimspiel – diese Rückendeckung ist der Bonus der Platz 4 erst möglich gemacht hat und Woche für Woche Spieler und Trainer motiviert.