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Damen II zeigt endlich, wie Vollgas geht

Am 08. März war die Damenreserve des TSV Friesen Hänigsen zu Gast beim Tabellenführer SG Misburg III. Mit der unglücklichen Heimniederlage im Gepäck wollten die Friesen hier gerne punkten, doch erwartet hatten wir das nicht unbedingt.

Die Hänigser legten los wie die Feuerwehr und ließen die Misburgerinnen vor heimischem Publikum wahrlich schlecht aussehen: 7 Minuten gespielt, Hänigsen führt 0:5!

Der Misburger Trainer war gezwungen, bereits in der 10 Spielminute sein Time-Out zu nehmen. Danach wurde das Spiel ausgeglichener, vor allem der Misburger Rückraum konnnte immer wieder durchbrechen und auf 5:7 verkürzen. Ein Kopftreffer gegen Keeperin Tina brachte dann etwas Unruhe ins Spiel: Der Ball fand noch den Weg ins Tor, die Schiedsrichter entschieden tatsächlich auf Tor und sprachen auch keine 2-Minuten-Strafe aus. Zum Glück war Mirja Müllen (A-Jugend) mit an Bord und konnte übernehmen. Und da Mirja ihre Sache wirklich gut machte, blieb sie auch bis zur 50. Minute im Tor.

Mit einem zarten 9:11-Vorsprung begaben sich die Hänigser zum Pausentee. Zeit für die Trainerinnen Rosi und Laura, noch mal alle neu zu justieren: Abwehr zu offen, im Angriff zu ungenau. Das brachte es auf den Punkt, die Abwehr stand in der zweiten Halbzeit wieder stabiler, doch die Ungenauigkeiten im Angriff (Lob für die Misburger Torfrau, sie hat wirklich einen tollen Job gemacht) blieben erhalten. Daher konnten die Friesen zwar den Abstand von 2 Toren halten, aber leider nicht ausbauen.

Die Härte im Spiel bekam, neben diversen anderen Fouls, vor allem Wiebke zu spüren, die mit einem beherzten Griff in den Wurfarm abrupt gestoppt wurde. Dies quittierte das Schiedrichter-Dou mit einer direkten, roten Karte gegen die Misburgerin.

In der 52. Minuten gelang es dem Gastgeber dann doch: Ausgleich zum 18:18.

Doch eine bärenstarke Annika “Bothi” Bothe netzte gleich zweimal hintereinander ein und konnte den Abstand schnell wieder herstellen.

In der Schlußphase öffnete Misburg die Abwehr und spielte “wilde Sau” in der Hoffnung auf einen schnellen Ballgewinn. Doch auch wir spielen regelmäßig 10-er-Ball zum Aufwärmen und konnten dies für uns nutzen, um weitere Treffer zu erzielen.

Auch der 7m der Gastgeber, der 10 Sekunden vor Spielende noch verwandelt wurde, konnte an dem Sieg der Hänigser gegen den Tabellenführer nichts mehr ändern:

Der 20:23-Erfolg für spielstarke Friesen wurde lautstark bejubelt, auf dem Feld, wie auch auf der Tribüne – vielen Dank an dieser Stelle für die Unterstützung unserer mitgereisten Fans!

Es spielten: Tina Glaser (Tor), Mirja Müller (Tor), Marie Gerlach, Hanna Mundt (1), Wiebke Hoffmeister, Janine Lodwick (1), Jacky Fischer (1), Frauke Hamacher, (4), Marie Lützner, Annika Bothe (8/3), Johanna Fricke, Finnja Frewer (3), Jenny Werner, Karen Jäger (5), Anke Böhme, Laura Tiranesc (Trainerin) und Petra Rosenbrock (Trainerin)

H1: Friesen zeigen Moral nach Handbremsen-Handball

Es war eines dieser Spiele, bei denen man als Zuschauer das Gefühl hatte: Da ist mehr drin – aber der Motor läuft irgendwie nur auf Halbgas. Die Friesen lieferten sich über 60 Minuten ein grundsätzlich faires, aber lange Zeit etwas zähes Duell, das am Ende dennoch einen dramatischen Abschluss fand. Nach einem Vier-Tore-Rückstand kurz vor Schluss retteten die Hausherren mit viel Moral noch ein 28:28-Unentschieden.

Spiel mit angezogener Handbremse

Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Gäste legten immer wieder vor, die Friesen zogen nach – ein klassisches Hin und Her. Früh wurde deutlich: Beide Teams fanden offensiv Lösungen, aber so richtiges Feuer wollte auf Friesenseite zunächst nicht aufkommen.

Zwischen der 10. und 20. Minute blieb das Spiel völlig ausgeglichen. Tore fielen auf beiden Seiten beinahe im Minutentakt. Immer wieder übernahmen die Friesen Spieler Verantwortung im Angriff, doch die Gäste hielten konsequent dagegen.

Die Partie blieb dadurch lange offen, ohne dass die Friesen jemals wirklich den Zugriff bekamen. Man merkte: Der letzte Funke fehlte.

Gäste setzen sich ab

In der Schlussphase schien das Spiel dann sogar zu kippen. Beim 22:26 lag der Gastgeber plötzlich deutlich hinten. Viele Teams wären in dieser Phase mental eingebrochen.

Nicht so die Friesen.

Jetzt zeigte die Mannschaft endlich das, was zuvor über weite Strecken gefehlt hatte: Emotion, Entschlossenheit – und sprichwörtlich den Arsch in der Hose.

Vor allem im Tor wurde gab es plötzlich ein Bollwerk. Lars Wiedenroth entwickelte sich in den letzten Minuten zum entscheidenden Faktor. Mit mehreren starken Paraden nahm er den Gästen den Wind aus den Segeln und gab seinem Team den nötigen Rückenwind.

Vorne nutzten die Friesen ihre Chancen nun konsequenter. Tor um Tor arbeitete sich das Team zurück.

Der verdiente Punkt

Die Halle spürte plötzlich: Hier geht noch was.

Und tatsächlich – kurz vor Schluss fiel der umjubelte Ausgleich zum 28:28. Was lange nach einer Niederlage ausgesehen hatte, wurde so doch noch zu einem verdienten Punktgewinn.

Fazit

Kein Spiel für das Highlight-Archiv – aber eines für die Kategorie Mentalität. Über weite Strecken wirkten die Friesen wie mit angezogener Handbremse. Doch als es darauf ankam, zeigte die Mannschaft Charakter, kämpfte sich zurück und wurde mit einem Punkt belohnt.

Mit dieser Moral lässt sich arbeiten. Und wenn beim nächsten Mal das Feuer von Anfang an brennt, wird aus solchen Spielen vielleicht wieder ein voller Erfolg.

D1: Auswärts bei Germania List

Schon wieder keine Punkte..
Zur Primetime am Samstag, stand unser Auswärtsspiel gegen die SC Germania List III an.
Aufgrund von personellen Engpässen machten wir uns mit einem kurzfristig zusammengebastelten Kader auf den Weg in den Sahlkamp.
Dies trübte unsere Motivation jedoch nicht.
Unser Ziel war es eine vernünftige Abwehr zu stellen, damit uns die Fehler aus den vergangenen Spielen nicht passieren. Dies funktionierte von Beginn an auch astrein.
Wir standen als Verbund und waren von Anfang an präsent.
Auch im Angriff erspielten wir uns gute Torchancen, scheiterten aber leider viel zu häufig am Torabschluss.
Irgendwas ist ja immer..
Zum Ende der ersten Halbzeit lief es dann aber etwas besser und wir spielten konsequenter, wir ließen uns nicht abschütteln.
Mit zwei Toren Rückstand geht es in die Halbzeit.
In der zweiten Hälfte kämpften wir weiterhin um jeden Ball, in der 44. Spielminute stand es endlich wieder unentschieden und unser Knoten schien geplatzt zu sein.
Unsere Stimmung war oben und endlich lief alles zusammen.
Bis zur Chrunchtime lief es ausgeglichen weiter und in der 52. Spielminute stand es 17:17.
Jetzt kam das was nicht hätte passieren dürfen: Im Angriff verloren wir durch technische Fehler die Bälle, somit luden wir unseren Gastgeber zu Tempogegenstößen ein, welche auch dankbar angenommen wurden.
Nun wurden wir hektisch und spielten gegen die Zeit, eine rote Karte gegen uns lies es dann ganz aus dem Ruder laufen.
Wir verlieren am Ende mit 23:20.
Ganz ganz bitter, da wir eigentlich ein wirklich gutes Spiel gemacht haben, das war jedenfalls um einiges besser, als die letzten beiden Spiele.
Wir werden vorallem an der guten Abwehr anknüpfen und auch unsere Mentalität wird mit ins nächste wichtige Spiel genommen, denn nächste Woche ist Derbytime!

Vielen Dank an Annika Bothe, Janine Lodwick, Tina Glaser, Anke Böhme und Lara Gerberding für’s teilweise spontane aushelfen! Ihr wart eine riesen Hilfe, danke danke danke! 💙💛

D1: Schützenfest in Hänigsen

Am Samstag den 21.02. empfingen wir die SG Misburg 2.
Das dieses Spiel kein leichtes sein wird, war klar. Denn bereits im Hinspiel taten wir uns unheimlich schwer und auch unser letztes Spiel ließ eher zu Wünschen übrig.

Das Spiel startete ausgeglichen, die ganze erste Halbzeit schaffte es keines der Teams sich so richtig abzusetzen.
Während es im Angriff ausgesprochen gut lief, fehlte in der Abwehr allerdings der richtige Zugriff.
Mit einem Tor Rückstand ging es in die Kabine.
Bis hier hin war eigentlich alles gut.
In der zweiten Halbzeit ging es erstmal weiter wie in Hälfte eins. Im Angriff setzten wir schöne Akzente, aber die Mädels aus Misburg antworteten immer schnell mit einem Gegentor.
Unser Spiel war leider sehr geprägt von größtenteils berechtigten Hinaussstellungen, welche bei unseren Gästen aber nicht unbedingt genauso geahndet wurden. Somit wurde es immer schwerer und schwerer.
Wir verausgabten uns völlig, ohne am Ende belohnt zu werden. In der Crunchtime fehlte uns dann die notwendige Kraft, sowohl körperlich, als auch mental, um nochmal richtig ins Spiel zurück zu kommen.
Am Ende spielen wir quasi ohne Defensive.
Während es bei uns im Tor nahezu immer klingelt, schafften wir es aber auch nicht mehr konsequent den Ball im gegnerischen Tor einzunetzen.
Im gesamten Spiel werfen wir unfassbar gute 35 Tore, jeder schafft es sich unter den Schützen einzutragen.
.. aber 42 Gegentreffer sprechen da einfach für sich.

Irgendwie ist aktuell der Wurm drin, wir müssen zusehen den Kopf aus der Schlinge zu befreien, denn gerade die letzten beiden Niederlagen hätten so nicht sein müssen.
Wir werden die Woche hart an uns arbeiten, denn kommenden Samstag steht uns das nächste schwere Spiel bevor.

Vielen Dank an Hanna und Marie für’s auffüllen unseres dezimiertem Kaders, ihr wart wirklich eine riesen Hilfe!

D1: Auswärts in Hildesheim

Es gibt Spiele, da schreibt man am liebsten gar keinen Bericht.
Nun aber:

Am Sonntag den 15.02. fuhren wir zu früher Stund nach Hildesheim.
Viel zu sagen gibt es nicht. Bei sibirischen Temperaturen in der Halle kamen wir in der ersten Halbzeit so gar nicht ins Spiel. Wirklich nichts sollte klappen. Im Angriff verloren wir die Bälle oder wir brachten halbherzige Bälle in Richtung Tor und die Abwehr stand wie ein löchriger Käse. So war es für die Mädels aus Hildesneim ein leichtes sich schnell abzusetzen und das Spiel auch zu dominieren.
In der Halbzeit guckten wir in sprachlose Gesichter. Was ist da passiert. Ein Totalausfall auf jeder Position und vorallem: Wie kommen wir da wieder heraus.
Wir starteten zumindest schonmal besser in die zweite Hälfte.
Jedoch gab es einige Unterbrechungen und Hinausstellungen, die uns nicht in die Karten spielten. Nichtsdestotrotz ließen wir uns nicht unterkriegen. Das Ergebnis blendeten wir aus, wir spielten einfach frei raus und wir kämpften uns zurück.
Unsere Gastgeber nahmen ein frühes Timeout und beendeten unseren kurzen “Lauf” auch schnell wieder.
Das Spiel lief jetzt ausgeglichen weiter, aber der Abstand aus der ersten Halbzeit war einfach zu groß, wir schafften es nicht mehr das Spiel knapper zu gestalten.
Am Ende verlieren wir unnötig hoch, aber verdient gegen eine gut auftretende Mannschaft aus Hildesheim.

Vielen Dank an Tina für’s Aushelfen im Tor und danke an unsere Fans, nächstes Mal wird wieder besser. 💪🏻

H1: Charaktertest in Schaumburg

Friesenjungs holen sich gefühlten Sieg im letzten Angriff

Es gibt Spiele, die sind mehr als 60 Minuten Handball. Es sind Prüfsteine. Reifegrade. Charakterfragen.
Das Auswärtsspiel der Friesenjungs bei Schaumburg war genau so eines.

Am Ende stand ein 30:30 auf der Anzeigetafel. Doch wer nur das Ergebnis liest, verpasst die eigentliche Story.

Fehlstart? Ja. Kapitulation? Niemals.

Die Partie begann mit Gegenwind. Schaumburg legte vor, die Halle kochte, und die Friesenjungs mussten früh hinterherlaufen. Zwischenzeitlich schien es, als würde der Gastgeber die Kontrolle übernehmen. Doch schon in dieser Phase war eines spürbar: Diese Mannschaft kommt nicht für Schönspielerei – sie kommt für Punkte.

Mit jedem Angriff, jedem Zweikampf und jedem Block wuchs der Widerstand.
Angeführt von einem überragenden Klaas Fricke mit neun Treffern übernahm der TSV Verantwortung. Auch Hannes Puchta (5), Alexander Wendland-Nahtz (6) und Matthias Müller (4) lieferten in den entscheidenden Momenten.

Das war kein Glanzhandball.
Das war Mentalität.

Die Aufholjagd 16:11 zur Halbzeit– Momentum gedreht

Als Schaumburg sich leicht abzusetzen begann, starteten die Friesenjungs ihre Mission Comeback. Tor um Tor arbeiteten sie sich heran. In der Defensive wurde gefightet, im Angriff mit kühlem Kopf abgeschlossen. Die Körpersprache? Entschlossen. Der Wille? Unverhandelbar.

Dann der Moment:
Nach intensiver Aufholjagd gelang die verdiente Führung. Kurzzeitig lag das Momentum komplett auf Seiten der Gäste. Die Bank stand. Die Halle verstummte. Schaumburg wankte.

Hier hätte das Spiel kippen können.

Zwei Minuten, die alles veränderten

Doch dann kam die Phase, über die man in der Kabine noch diskutieren wird.
Mehrere fragwürdige Zeitstrafen – zumindest aus Friesen-Sicht – brachten Unruhe ins Spiel. In Unterzahl geriet der Rhythmus ins Stocken, Schaumburg nutzte die numerische Überlegenheit konsequent und drehte die Partie erneut.

Aus Führung wurde Rückstand.
Aus Euphorie wurde Widerstand.

Und genau hier zeigte sich der wahre Charakter dieser Mannschaft.

Letzter Angriff. Letzte Chance. Maximale Überzeugung.

59:56 Minuten.
Rückstand. Auswärtshalle. Druck auf Maximum.

Kein hektischer Abschluss. Kein blinder Wurf.
Struktur. Geduld. Glaube.

Mit dem letzten Angriff mobilisierten die Friesenjungs alles, was sie hatten – und belohnten sich. Der Ball schlug ein. 30:30.

Schlusssirene.

Was folgte, war kein Jubel über ein Remis – es war die Explosion einer Mannschaft, die wusste: Dieses Unentschieden ist mehr als ein Punkt. Es ist ein Statement.

Fazit: Siegermentalität ohne Sieg

Dieses 30:30 fühlt sich an wie ein Erfolg auf ganzer Linie.
Nicht, weil alles perfekt lief. Sondern weil die Friesenjungs nie aufgehört haben zu glauben.

Auswärts. Unter Druck. Mit Rückschlägen.
Und dennoch bis zur letzten Sekunde handlungsfähig.

Das ist kein Zufall. Das ist Kultur.
Und genau solche Spiele sind es, die eine Saison prägen.

Schaumburg hat einen Punkt geholt.
Die Friesenjungs haben Charakter bewiesen.

H3: Heimspiel gegen Seelze

1. Halbzeit flop, 2. Halbzeit top

 

Kurz nach dem Kaffeekränzchen traten wir am Samstag, 21.02.2026, um 16 Uhr Zuhause gegen die Drittvertretung des RSV Seelze an. Das Hinspiel haben wir trotz furioser Aufholjagd in der Schlussphase knapp mit 28:27 verloren. Das wollten wir ändern, auch wenn das Spiel in Teilen erschreckend ähnlich ablief. Mit vollem 16er Kader und viel Unterstützung aus der mA und H2 war die Ansage klar: Wir müssen das Spiel gewinnen. Viel Tempo, viel Druck auf die Abwehr und vorne belohnen.

Wir haben hochmotiviert angefangen und erstmal alles gegen die Wand gefahren. Erst nach knapp 7 gespielten Minuten haben wir unser erstes Tor zum 1:3 erzielt. Unsere Angriffe waren unorganisiert, die Abwehr wie ein Schweizer Käse, unsere normalerweise herausragende 7-Meter-Quote unterirdisch. Nach rund 18 min brachte uns ein Tempogegenstoß-Doppelpack von Fynn Richter auf 6:7 ran, doch wir ließen wieder nach und fielen zur Halbzeit auf 10:13 zurück.

Viel zu sagen gab es in der Halbzeit nicht: „Das war bisher totaler Quatsch und wir müssen alles umkrempeln.“ Und das hat auch erstmal wieder überhaupt nicht geklappt. Nach 37:50 kamen wir aber nach Toren von Flo Hahn und Matti Trumtrar erstmals seit gut 20 min auf zwei Tore beim Stand von 14:16 ran. Wir ließen uns nun auch nicht mehr abschütteln und nachdem Oli Kubertin das Tor für 10 min komplett abgeschlossen hat, konnten wir 10 min vor Schluss endlich ausgleichen und zum ersten Mal in Führung gehen. Die haben wir nicht mehr losgelassen und das Ding sicher mit 26:21 über die Linie geschoben.

Kein schönes Spiel, aber wir haben zumindest zum Ende gezeigt, was in uns steckt. Jetzt vergessen wir aber die erste Halbzeit und bereiten uns auf das nächste Spiel vor: Samstag, 28.02, 18 Uhr in der Kleber-Halle Anderten.

Vielen Dank an unsere zahlreichen Aushilfen!

Es spielten: Ulf Dippel, Lukas Weiss (1), Florian Hahn (5), Bennet Rust (3), Tjark Leider (1), Fynn Richter (4), Jan Ole Mundt (1), Alexander Bauer (2), Marcel Thomas (1), Nils Müller (Tor), Jannis Berger (1), Finn Ole Janßen (4), Matti Trumtrar (2), Marvin Zentile, Oliver Kubertin (Tor), Bela Degotschin (1)

Coach: Sebastian Weidling, Florian Böhme

H2: Harzfluch in Hildesheim besiegt

Was für ein Befreiungsschlag! Harz-Fluch besiegt.

Die Zweite Herren des TSV Friesen Hänigsen hat am vergangenen Wochenende bewiesen, dass sie nicht nur kämpfen, sondern auch mit Harz umgehen kann.

In der Halle der DJK Hildesheim feierten die Friesen einen emotionalen 20:25-Auswärtssieg – der erste Erfolg mit Harz in fremder Halle seit einer gefühlten Ewigkeit!
Es war das erwartet schwere Pflaster bei der DJK Hildesheim, doch die Friesen-Reserve zeigte von der ersten Sekunde an, dass sie gewillt war, die Punkte mit nach Hause zu nehmen. Trotz der ungewohnten Bedingungen mit Harz am Ball fanden die Gäste gut ins Spiel. In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Hildesheim hielt vor allem durch einen extrem wurfgewaltigen Rückraum dagegen, der die Hänigser Defensive immer wieder forderte. Doch die Friesen behielten die Nerven und eine konzentrierte Abschlussquote sorgte dafür, dass man mit einer verdienten 13:12-Führung in die Kabinen ging.

Die „Mauer“ steht: Nur 8 Gegentore in Durchgang zwei
Was die Zuschauer nach dem Seitenwechsel erlebten, war eine defensive Meisterleistung. Der Star des Tages war ganz klar die geschlossene Mannschaftsleistung in der Abwehr. Mit einer unglaublichen Laufbereitschaft verschoben die Friesen die Räume so geschickt, dass der Hildesheimer Rückraum zunehmend verzweifelte.
Sollte doch mal ein Ball durchkommen, stand da noch ein blendend aufgelegter Fabian „Fäbs“ Beisler im Tor, der die Hausherren mit seinen Paraden schier in den Wahnsinn trieb.
Die Zahlen sprechen Bände: In den gesamten zweiten 30 Minuten ließ Hänigsen lediglich 8 Gegentore zu!

Offensiv übernahm vor allem Marius Bergmann die Verantwortung. Mit 5 Toren aus dem Spiel heraus und einer makellosen Bilanz vom Punkt (3 von 3 verwandelte 7-Meter) ließ er dem gegnerischen Keeper keine Chance.

Die Vorentscheidung fiel nach einer dramatischen Phase:
* 39. Minute: 15:15 – Das Spiel steht auf des Messers Schneide.
* 44. Minute: 16:21 – Innerhalb von nur fünf Minuten brannten die Friesen ein Feuerwerk ab und zogen davon!
Selbst kleine Passfehler oder überhastete Abschlüsse fielen nicht ins Gewicht, da die Mannschaft jeden Fehler sofort durch immense Laufarbeit in der Abwehr wieder ausbügelte.

Der Blick auf die Tabelle
Mit diesem Sieg klettern die Friesen auf ein ausgeglichenes Punktekonto von 11:11 und festigen den 6. Tabellenplatz in der Regionsoberliga.

Nächster Halt: Heimspiel-Kracher gegen Altwarmbüchen!
Beflügelt von 4:0 Punkten aus den letzten zwei Partien strotzt die Mannschaft vor Selbstvertrauen. Und das wird sie auch brauchen: Am kommenden Samstag steht das wichtige Heimspiel gegen Altwarmbüchen an. Mit dieser Abwehrleistung und der lautstarken Unterstützung der Fans im Rücken sollen die nächsten zwei Punkte in Hänigsen bleiben!

H2: Kabinenbeben: 15:6-Lauf in der Schlussviertelstunde rettet Friesen-Reserve

H2: Kabinenbeben: 15:6-Lauf in der Schlussviertelstunde rettet Friesen-Reserve

HÄNIGSEN/HERRENHAUSEN. Was sich am vergangenen Wochenende in der Halle von Herrenhausen abspielte, wird wohl als das „Wunder von Minute 45“ in die Geschichte der 2. Herren des TSV Friesen Hänigsen eingehen. In einer Partie, die eigentlich schon längst verloren geglaubt war, bewies die Mannschaft eine Moral, die im Abstiegskampf ihresgleichen sucht.

Ein Trümmerhaufen zur Pause: 18:10
Die erste Halbzeit war ein handballerischer Offenbarungseid. Ohne Zugriff in der Abwehr und völlig ideenlos im Angriff ließen die Friesen sämtliche Grundtugenden vermissen. Mit einem deprimierenden 18:10-Rückstand schlich das Team in die Kabine. Die Messe schien gelesen.

Der psychologische Kniff der Trainer
In der Pause folgte der Wendepunkt: Das Trainergespann setzte nur ein kurzes, hochemotionales Statement – und verließ dann die Kabine. Die Botschaft war klar: „Ihr müsst das jetzt unter euch klären.“ In der Stille übernahm die Mannschaft die Verantwortung. In einer leidenschaftlichen Ansprache aus den eigenen Reihen rüttelten sich die Spieler gegenseitig wach. Man schwor sich ein, die Ehre zu retten und bis zur letzten Sekunde zu kämpfen.

Minute 44: Der Tiefpunkt vor der Ekstase
Zunächst schien die Wirkung jedoch zu verpuffen. In der 44. Minute leuchtete ein schier aussichtsloses 27:20 auf der Anzeigetafel. Sieben Tore Rückstand, nur noch 16 Minuten auf der Uhr – viele Zuschauer hatten die Friesen bereits abgeschrieben.

Eric Marquardt und der „Klick“-Moment
Doch dann kam die 45. Minute, die alles veränderte. Beim Stand von 27:20 trat Herrenhausen zum Siebenmeter an. A-Jugend-Keeper Eric Marquardt behielt die Nerven, parierte glänzend und gab damit das Signal zur Schlussoffensive. Wie durch einen Stromschlag geweckt, legten die Friesen sofort einen 3-Tore-Lauf hin und verkürzten innerhalb kürzester Zeit.

Abwehrschlacht und der goldene Schlusspunkt
Plötzlich stand da ein Bollwerk. Angeführt von einem in der Abwehr aufopferungsvoll kämpfenden Finn Janssen, der jeden Millimeter Boden verteidigte, rührten die Friesen Beton an. Herrenhausen verlor völlig den Faden gegen den entfesselten TSV.
In einer hochdramatischen Schlussphase war es schließlich Marius Bergmann, der mit einer sehenswerten Einzelaktion den Schlusspunkt unter dieses unvorstellbare Comeback setzte. Mit dem Treffer zum 33:35-Endstand war die Sensation perfekt.

Wer einen 27:20-Rückstand in der 44. Minute noch in einen Sieg verwandelt, hat den Charakter für den Klassenerhalt. Diese kämpferische Einstellung der zweiten Halbzeit ist ab sofort der Maßstab für die kommenden Spiele.

D1: Rückrundenauftakt gegen den HSC

Am Samstag stand zu gewohnter Zeit unser erstes Rückrundenspiel an.
Wir empfingen die zweite Riege des Hannoverschen SC. Im Hinspiel taten wir uns sehr schwer und verloren am Ende bitter in letzter Sekunde. Diese Niederlage wollten wir unbedingt wieder gut machen.

Wir starteten gut ins Spiel und hatten einige leichte Torchancen, die wir allerdings lange nicht alle versenkten. Immerwieder scheiterten wir an der gegnerischen Torhüterin. Dadurch machten wir es uns etwas zu schwer, uns deutlicher abzusetzen.
Das Spiel verlief etwas zäh und wir kamen nicht in den “Flow”, in dem wir sein sollten.
Mit einem kleinen Vorsprung ging es dann in die Halbzeit.
Eigentlich lief es gut, aber die Chancenverwertung war auf jeden Fall verbesserungswürdig.

Die zweite Halbzeit lief erstmal so weiter.
Auch wenn uns einige Fehler passierten oder Sachen nicht so funktionierten, wie sie sollten, blieben wir nichtsdestotrotz bei der Sache und versuchten es einfach weiter. Irgendwann musste der Knoten ja mal platzen..
Und das tat er auch! In den letzten 15 Spielminuten schafften wir es endlich, etwas Leichtigkeit zurückzugelangen und nochmal aufzudrehen. Auch wenn noch lange nicht alles funktionierte, ließen wir uns nicht unterkriegen. Über unsere Mentalität schafften wir es doch noch ein paar Akzente zu setzen. Alle Spielerinnen trugen sich in die Torschützenliste ein und endlich knackten wir auch die 30-Tore-Marke.
Das Spiel war kein Spaziergang, aber wir schlossen es mit einem wohlverdienten Arbeitssieg ab, der zu keiner Minute gefährdet war.
Jetzt haben wir ein paar Wochen Pause, um einige Dinge in Angriff zu nehmen.

Vielen Dank an unsere Fans! Und vorallem an unsere E-Mädels! Mit eurer Trommelei und eurem Gesang, habt ihr uns zu dem Sieg geführt und den Abend versüßt!

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