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H1: Friesen zeigen Moral nach Handbremsen-Handball

Es war eines dieser Spiele, bei denen man als Zuschauer das Gefühl hatte: Da ist mehr drin – aber der Motor läuft irgendwie nur auf Halbgas. Die Friesen lieferten sich über 60 Minuten ein grundsätzlich faires, aber lange Zeit etwas zähes Duell, das am Ende dennoch einen dramatischen Abschluss fand. Nach einem Vier-Tore-Rückstand kurz vor Schluss retteten die Hausherren mit viel Moral noch ein 28:28-Unentschieden.

Spiel mit angezogener Handbremse

Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Gäste legten immer wieder vor, die Friesen zogen nach – ein klassisches Hin und Her. Früh wurde deutlich: Beide Teams fanden offensiv Lösungen, aber so richtiges Feuer wollte auf Friesenseite zunächst nicht aufkommen.

Zwischen der 10. und 20. Minute blieb das Spiel völlig ausgeglichen. Tore fielen auf beiden Seiten beinahe im Minutentakt. Immer wieder übernahmen die Friesen Spieler Verantwortung im Angriff, doch die Gäste hielten konsequent dagegen.

Die Partie blieb dadurch lange offen, ohne dass die Friesen jemals wirklich den Zugriff bekamen. Man merkte: Der letzte Funke fehlte.

Gäste setzen sich ab

In der Schlussphase schien das Spiel dann sogar zu kippen. Beim 22:26 lag der Gastgeber plötzlich deutlich hinten. Viele Teams wären in dieser Phase mental eingebrochen.

Nicht so die Friesen.

Jetzt zeigte die Mannschaft endlich das, was zuvor über weite Strecken gefehlt hatte: Emotion, Entschlossenheit – und sprichwörtlich den Arsch in der Hose.

Vor allem im Tor wurde gab es plötzlich ein Bollwerk. Lars Wiedenroth entwickelte sich in den letzten Minuten zum entscheidenden Faktor. Mit mehreren starken Paraden nahm er den Gästen den Wind aus den Segeln und gab seinem Team den nötigen Rückenwind.

Vorne nutzten die Friesen ihre Chancen nun konsequenter. Tor um Tor arbeitete sich das Team zurück.

Der verdiente Punkt

Die Halle spürte plötzlich: Hier geht noch was.

Und tatsächlich – kurz vor Schluss fiel der umjubelte Ausgleich zum 28:28. Was lange nach einer Niederlage ausgesehen hatte, wurde so doch noch zu einem verdienten Punktgewinn.

Fazit

Kein Spiel für das Highlight-Archiv – aber eines für die Kategorie Mentalität. Über weite Strecken wirkten die Friesen wie mit angezogener Handbremse. Doch als es darauf ankam, zeigte die Mannschaft Charakter, kämpfte sich zurück und wurde mit einem Punkt belohnt.

Mit dieser Moral lässt sich arbeiten. Und wenn beim nächsten Mal das Feuer von Anfang an brennt, wird aus solchen Spielen vielleicht wieder ein voller Erfolg.

H1: Charaktertest in Schaumburg

Friesenjungs holen sich gefühlten Sieg im letzten Angriff

Es gibt Spiele, die sind mehr als 60 Minuten Handball. Es sind Prüfsteine. Reifegrade. Charakterfragen.
Das Auswärtsspiel der Friesenjungs bei Schaumburg war genau so eines.

Am Ende stand ein 30:30 auf der Anzeigetafel. Doch wer nur das Ergebnis liest, verpasst die eigentliche Story.

Fehlstart? Ja. Kapitulation? Niemals.

Die Partie begann mit Gegenwind. Schaumburg legte vor, die Halle kochte, und die Friesenjungs mussten früh hinterherlaufen. Zwischenzeitlich schien es, als würde der Gastgeber die Kontrolle übernehmen. Doch schon in dieser Phase war eines spürbar: Diese Mannschaft kommt nicht für Schönspielerei – sie kommt für Punkte.

Mit jedem Angriff, jedem Zweikampf und jedem Block wuchs der Widerstand.
Angeführt von einem überragenden Klaas Fricke mit neun Treffern übernahm der TSV Verantwortung. Auch Hannes Puchta (5), Alexander Wendland-Nahtz (6) und Matthias Müller (4) lieferten in den entscheidenden Momenten.

Das war kein Glanzhandball.
Das war Mentalität.

Die Aufholjagd 16:11 zur Halbzeit– Momentum gedreht

Als Schaumburg sich leicht abzusetzen begann, starteten die Friesenjungs ihre Mission Comeback. Tor um Tor arbeiteten sie sich heran. In der Defensive wurde gefightet, im Angriff mit kühlem Kopf abgeschlossen. Die Körpersprache? Entschlossen. Der Wille? Unverhandelbar.

Dann der Moment:
Nach intensiver Aufholjagd gelang die verdiente Führung. Kurzzeitig lag das Momentum komplett auf Seiten der Gäste. Die Bank stand. Die Halle verstummte. Schaumburg wankte.

Hier hätte das Spiel kippen können.

Zwei Minuten, die alles veränderten

Doch dann kam die Phase, über die man in der Kabine noch diskutieren wird.
Mehrere fragwürdige Zeitstrafen – zumindest aus Friesen-Sicht – brachten Unruhe ins Spiel. In Unterzahl geriet der Rhythmus ins Stocken, Schaumburg nutzte die numerische Überlegenheit konsequent und drehte die Partie erneut.

Aus Führung wurde Rückstand.
Aus Euphorie wurde Widerstand.

Und genau hier zeigte sich der wahre Charakter dieser Mannschaft.

Letzter Angriff. Letzte Chance. Maximale Überzeugung.

59:56 Minuten.
Rückstand. Auswärtshalle. Druck auf Maximum.

Kein hektischer Abschluss. Kein blinder Wurf.
Struktur. Geduld. Glaube.

Mit dem letzten Angriff mobilisierten die Friesenjungs alles, was sie hatten – und belohnten sich. Der Ball schlug ein. 30:30.

Schlusssirene.

Was folgte, war kein Jubel über ein Remis – es war die Explosion einer Mannschaft, die wusste: Dieses Unentschieden ist mehr als ein Punkt. Es ist ein Statement.

Fazit: Siegermentalität ohne Sieg

Dieses 30:30 fühlt sich an wie ein Erfolg auf ganzer Linie.
Nicht, weil alles perfekt lief. Sondern weil die Friesenjungs nie aufgehört haben zu glauben.

Auswärts. Unter Druck. Mit Rückschlägen.
Und dennoch bis zur letzten Sekunde handlungsfähig.

Das ist kein Zufall. Das ist Kultur.
Und genau solche Spiele sind es, die eine Saison prägen.

Schaumburg hat einen Punkt geholt.
Die Friesenjungs haben Charakter bewiesen.

H3: Heimspiel gegen Seelze

1. Halbzeit flop, 2. Halbzeit top

 

Kurz nach dem Kaffeekränzchen traten wir am Samstag, 21.02.2026, um 16 Uhr Zuhause gegen die Drittvertretung des RSV Seelze an. Das Hinspiel haben wir trotz furioser Aufholjagd in der Schlussphase knapp mit 28:27 verloren. Das wollten wir ändern, auch wenn das Spiel in Teilen erschreckend ähnlich ablief. Mit vollem 16er Kader und viel Unterstützung aus der mA und H2 war die Ansage klar: Wir müssen das Spiel gewinnen. Viel Tempo, viel Druck auf die Abwehr und vorne belohnen.

Wir haben hochmotiviert angefangen und erstmal alles gegen die Wand gefahren. Erst nach knapp 7 gespielten Minuten haben wir unser erstes Tor zum 1:3 erzielt. Unsere Angriffe waren unorganisiert, die Abwehr wie ein Schweizer Käse, unsere normalerweise herausragende 7-Meter-Quote unterirdisch. Nach rund 18 min brachte uns ein Tempogegenstoß-Doppelpack von Fynn Richter auf 6:7 ran, doch wir ließen wieder nach und fielen zur Halbzeit auf 10:13 zurück.

Viel zu sagen gab es in der Halbzeit nicht: „Das war bisher totaler Quatsch und wir müssen alles umkrempeln.“ Und das hat auch erstmal wieder überhaupt nicht geklappt. Nach 37:50 kamen wir aber nach Toren von Flo Hahn und Matti Trumtrar erstmals seit gut 20 min auf zwei Tore beim Stand von 14:16 ran. Wir ließen uns nun auch nicht mehr abschütteln und nachdem Oli Kubertin das Tor für 10 min komplett abgeschlossen hat, konnten wir 10 min vor Schluss endlich ausgleichen und zum ersten Mal in Führung gehen. Die haben wir nicht mehr losgelassen und das Ding sicher mit 26:21 über die Linie geschoben.

Kein schönes Spiel, aber wir haben zumindest zum Ende gezeigt, was in uns steckt. Jetzt vergessen wir aber die erste Halbzeit und bereiten uns auf das nächste Spiel vor: Samstag, 28.02, 18 Uhr in der Kleber-Halle Anderten.

Vielen Dank an unsere zahlreichen Aushilfen!

Es spielten: Ulf Dippel, Lukas Weiss (1), Florian Hahn (5), Bennet Rust (3), Tjark Leider (1), Fynn Richter (4), Jan Ole Mundt (1), Alexander Bauer (2), Marcel Thomas (1), Nils Müller (Tor), Jannis Berger (1), Finn Ole Janßen (4), Matti Trumtrar (2), Marvin Zentile, Oliver Kubertin (Tor), Bela Degotschin (1)

Coach: Sebastian Weidling, Florian Böhme

H2: Harzfluch in Hildesheim besiegt

Was für ein Befreiungsschlag! Harz-Fluch besiegt.

Die Zweite Herren des TSV Friesen Hänigsen hat am vergangenen Wochenende bewiesen, dass sie nicht nur kämpfen, sondern auch mit Harz umgehen kann.

In der Halle der DJK Hildesheim feierten die Friesen einen emotionalen 20:25-Auswärtssieg – der erste Erfolg mit Harz in fremder Halle seit einer gefühlten Ewigkeit!
Es war das erwartet schwere Pflaster bei der DJK Hildesheim, doch die Friesen-Reserve zeigte von der ersten Sekunde an, dass sie gewillt war, die Punkte mit nach Hause zu nehmen. Trotz der ungewohnten Bedingungen mit Harz am Ball fanden die Gäste gut ins Spiel. In der ersten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Hildesheim hielt vor allem durch einen extrem wurfgewaltigen Rückraum dagegen, der die Hänigser Defensive immer wieder forderte. Doch die Friesen behielten die Nerven und eine konzentrierte Abschlussquote sorgte dafür, dass man mit einer verdienten 13:12-Führung in die Kabinen ging.

Die „Mauer“ steht: Nur 8 Gegentore in Durchgang zwei
Was die Zuschauer nach dem Seitenwechsel erlebten, war eine defensive Meisterleistung. Der Star des Tages war ganz klar die geschlossene Mannschaftsleistung in der Abwehr. Mit einer unglaublichen Laufbereitschaft verschoben die Friesen die Räume so geschickt, dass der Hildesheimer Rückraum zunehmend verzweifelte.
Sollte doch mal ein Ball durchkommen, stand da noch ein blendend aufgelegter Fabian „Fäbs“ Beisler im Tor, der die Hausherren mit seinen Paraden schier in den Wahnsinn trieb.
Die Zahlen sprechen Bände: In den gesamten zweiten 30 Minuten ließ Hänigsen lediglich 8 Gegentore zu!

Offensiv übernahm vor allem Marius Bergmann die Verantwortung. Mit 5 Toren aus dem Spiel heraus und einer makellosen Bilanz vom Punkt (3 von 3 verwandelte 7-Meter) ließ er dem gegnerischen Keeper keine Chance.

Die Vorentscheidung fiel nach einer dramatischen Phase:
* 39. Minute: 15:15 – Das Spiel steht auf des Messers Schneide.
* 44. Minute: 16:21 – Innerhalb von nur fünf Minuten brannten die Friesen ein Feuerwerk ab und zogen davon!
Selbst kleine Passfehler oder überhastete Abschlüsse fielen nicht ins Gewicht, da die Mannschaft jeden Fehler sofort durch immense Laufarbeit in der Abwehr wieder ausbügelte.

Der Blick auf die Tabelle
Mit diesem Sieg klettern die Friesen auf ein ausgeglichenes Punktekonto von 11:11 und festigen den 6. Tabellenplatz in der Regionsoberliga.

Nächster Halt: Heimspiel-Kracher gegen Altwarmbüchen!
Beflügelt von 4:0 Punkten aus den letzten zwei Partien strotzt die Mannschaft vor Selbstvertrauen. Und das wird sie auch brauchen: Am kommenden Samstag steht das wichtige Heimspiel gegen Altwarmbüchen an. Mit dieser Abwehrleistung und der lautstarken Unterstützung der Fans im Rücken sollen die nächsten zwei Punkte in Hänigsen bleiben!

H2: Kabinenbeben: 15:6-Lauf in der Schlussviertelstunde rettet Friesen-Reserve

H2: Kabinenbeben: 15:6-Lauf in der Schlussviertelstunde rettet Friesen-Reserve

HÄNIGSEN/HERRENHAUSEN. Was sich am vergangenen Wochenende in der Halle von Herrenhausen abspielte, wird wohl als das „Wunder von Minute 45“ in die Geschichte der 2. Herren des TSV Friesen Hänigsen eingehen. In einer Partie, die eigentlich schon längst verloren geglaubt war, bewies die Mannschaft eine Moral, die im Abstiegskampf ihresgleichen sucht.

Ein Trümmerhaufen zur Pause: 18:10
Die erste Halbzeit war ein handballerischer Offenbarungseid. Ohne Zugriff in der Abwehr und völlig ideenlos im Angriff ließen die Friesen sämtliche Grundtugenden vermissen. Mit einem deprimierenden 18:10-Rückstand schlich das Team in die Kabine. Die Messe schien gelesen.

Der psychologische Kniff der Trainer
In der Pause folgte der Wendepunkt: Das Trainergespann setzte nur ein kurzes, hochemotionales Statement – und verließ dann die Kabine. Die Botschaft war klar: „Ihr müsst das jetzt unter euch klären.“ In der Stille übernahm die Mannschaft die Verantwortung. In einer leidenschaftlichen Ansprache aus den eigenen Reihen rüttelten sich die Spieler gegenseitig wach. Man schwor sich ein, die Ehre zu retten und bis zur letzten Sekunde zu kämpfen.

Minute 44: Der Tiefpunkt vor der Ekstase
Zunächst schien die Wirkung jedoch zu verpuffen. In der 44. Minute leuchtete ein schier aussichtsloses 27:20 auf der Anzeigetafel. Sieben Tore Rückstand, nur noch 16 Minuten auf der Uhr – viele Zuschauer hatten die Friesen bereits abgeschrieben.

Eric Marquardt und der „Klick“-Moment
Doch dann kam die 45. Minute, die alles veränderte. Beim Stand von 27:20 trat Herrenhausen zum Siebenmeter an. A-Jugend-Keeper Eric Marquardt behielt die Nerven, parierte glänzend und gab damit das Signal zur Schlussoffensive. Wie durch einen Stromschlag geweckt, legten die Friesen sofort einen 3-Tore-Lauf hin und verkürzten innerhalb kürzester Zeit.

Abwehrschlacht und der goldene Schlusspunkt
Plötzlich stand da ein Bollwerk. Angeführt von einem in der Abwehr aufopferungsvoll kämpfenden Finn Janssen, der jeden Millimeter Boden verteidigte, rührten die Friesen Beton an. Herrenhausen verlor völlig den Faden gegen den entfesselten TSV.
In einer hochdramatischen Schlussphase war es schließlich Marius Bergmann, der mit einer sehenswerten Einzelaktion den Schlusspunkt unter dieses unvorstellbare Comeback setzte. Mit dem Treffer zum 33:35-Endstand war die Sensation perfekt.

Wer einen 27:20-Rückstand in der 44. Minute noch in einen Sieg verwandelt, hat den Charakter für den Klassenerhalt. Diese kämpferische Einstellung der zweiten Halbzeit ist ab sofort der Maßstab für die kommenden Spiele.

H1: Friesen starten 2026 mit Statement-Sieg – Festung Moorgartenweg hält stand

Was für ein Handball-Abend in Hänigsen! Zum Rückrundenauftakt der Saison 2025/26 und gleichzeitig ersten Pflichtspiel des Jahres 2026 setzte der TSV Friesen Hänigsen ein dickes Ausrufezeichen. In einem packenden, intensiven und phasenweise hochdramatischen Landesliga-Duell bezwangen die Friesen den TV E. Sehnde II hochverdient mit 29:26 (16:12).

Der Start ins neue Jahr hätte kaum emotionaler sein können. Von der ersten Minute an war Feuer drin – auf dem Feld wie auf den Rängen. Die Friesen agierten mit hohem Tempo, viel Druck aus dem Rückraum und einer klaren Botschaft: Hier wird heute niemand etwas geschenkt.

Allen voran Alexander Wendland-Nahtz drückte dem Spiel seinen Stempel auf. Immer wieder setzte er sich im Eins-gegen-Eins durch, nutzte kleinste Lücken in der Abwehr und kam zu einer Vielzahl einfacher Tore aus dem Rückraum und dem Tempospiel. Sehnde fand über weite Strecken kein Mittel gegen seine Dynamik. Ein Auftritt wie aus dem Lehrbuch – effizient, entschlossen, eiskalt.

Zur Wahrheit gehört aber auch: Die Friesen machten sich das Leben zwischenzeitlich selbst schwer. Eine ganze Serie von Zwei-Minuten-Strafen brachte den bis dahin souveränen Spielfluss immer wieder ins Stocken. Unterzahlphasen rissen Löcher in die Struktur, Sehnde witterte mehrfach seine Chance und verkürzte den Abstand immer wieder. Aus einer möglichen Vorentscheidung wurde so ein Spiel auf Messers Schneide.

Doch genau hier zeigte sich die Reife dieser Mannschaft – und der enorme Wert eines starken Rückhalts.

Als die Partie in der Schlussphase beim Zwei-Tore-Vorsprung zu kippen drohte, kam der Moment des Spiels: Siebenmeter für Sehnde. Ein Treffer – und die Halle hätte noch einmal gebrannt. Doch im Tor der Friesen stand an diesem Abend ein Mann wie eine Wand: Lars Wiedenroth.

Der Keeper blieb eiskalt, las den Schützen perfekt und entschärfte den Strafwurf mit einer Parade, die die Halle explodieren ließ. Das war nicht nur eine Glanzparade – das war ein psychologischer Wirkungstreffer. Statt Anschlusstreffer: kollektiver Friesen-Jubel. Statt Zittern: Rückenwind.

Diese Szene war sinnbildlich für die gesamte Partie. Immer dann, wenn Sehnde kurz davor war, das Spiel endgültig zu drehen, war Wiedenroth zur Stelle. Reflexe, Stellungsspiel, Ausstrahlung – eine bärenstarke Leistung zwischen den Pfosten.

Am Ende stand ein verdienter Heimsieg, der sogar noch klarer hätte ausfallen können. Zu oft ließen die Friesen in Überzahl oder aus guten Wurfpositionen liegen, was den Gegner im Spiel hielt. Doch unterm Strich war die Spielkontrolle über weite Strecken auf Seiten der Gastgeber.

Und wieder einmal gilt: Wer am Moorgartenweg antritt, muss mehr als nur mitspielen wollen. Die Heimstärke der Friesen ist längst kein Zufall mehr, sondern ein echtes Markenzeichen. Die Halle als Faktor, die Mannschaft als Einheit – diese Kombination macht die Friesen in eigener Halle zu einem echten Brett.

Mit diesem Sieg gelingt ein perfekter Start ins Jahr 2026 und in die Rückrunde der Saison 2025/26. Die Friesen senden ein klares Signal an die Liga: Diese Mannschaft ist bereit, oben anzugreifen.

Kurzum: Ein Spiel, das enger war als nötig – aber eines, das eindrucksvoll bewiesen hat, warum der Moorgartenweg eine Festung ist. Und warum mit den Friesen auch in der Rückrunde zu rechnen ist. 💪🔥

H1: Friesen kämpfen, Nienburg jubelt – ein Abend zwischen Aufbruch und Lernkurve

Die Reise nach Nienburg begann vielversprechend. Fünf Minuten lang neutralisierten sich beide Teams – dann zündete der TSV Friesen Hänigsen den ersten Funken. Der Start: fokussiert, mutig, auf Augenhöhe. Doch mit zunehmender Spieldauer schlichen sich technische Fehler ein, die den Rhythmus kosteten und den Gastgeber zunehmend ins Spiel brachten.

Keine Ausrede, aber ein Faktor: der ungewohnte Harz am Ball. Er wurde zum stillen Gegenspieler und sorgte für unnötige Ballverluste. Nienburg nutzte diese Effizienzfenster konsequent, setzte sich Schritt für Schritt ab und ging mit einer 17:10-Führung in die Kabine – ein Zwischenstand, der den Spielverlauf nur bedingt widerspiegelte.

Nach dem Seitenwechsel zeigte Hänigsen genau das, was diese Mannschaft auszeichnet: Charakter. Die Moral blieb stabil, die Köpfe oben, der Einsatz kompromisslos. Unterstützt von vier Jungs aus der Herren 2 stemmte sich das Team gegen die drohende Niederlage. Der Wille war da, das Spiel fair, die Intensität hoch – doch der Rückstand ließ sich nicht mehr vollständig schließen. Am Ende stand ein 32:27 auf der Anzeigetafel.

Der Blick auf die Tabelle zeigt ein spannendes Gesamtbild: Rang 4, acht Minuspunkte – eine Momentaufnahme, mit der vor der Saison wohl kaum jemand gerechnet hätte. Sportlich betrachtet ist das kein Rückschritt, sondern ein solides Fundament.

Jetzt heißt es: Verletzungen auskurieren, Akkus laden, Abläufe schärfen. 2026 wartet – und das mit neuen Chancen.
Ein besonderer Dank geht an den fantastischen Fan-Support: ob auswärts in der Fremde oder bei jedem fulminanten Heimspiel – diese Rückendeckung ist der Bonus der Platz 4 erst möglich gemacht hat und Woche für Woche Spieler und Trainer motiviert.

H1: Großer Kampf, bittere Niederlage – TSV Friesen Hänigsen unterliegt MTV Obernkirchen

Manchmal entscheidet ein Spiel nicht nur der Spielstand, sondern auch die Härte der Rahmenbedingungen. Und davon hatte dieses Heimspiel am Samstagabend mehr als genug. Der TSV Friesen Hänigsen musste sich in der Landesliga-Partie gegen den MTV Obernkirchen mit 24:32 geschlagen geben – in einem Spiel, das von hoher Intensität, großer Emotion und leider auch von schmerzhaften Einschnitten geprägt war.

Von der ersten Minute an war klar: Das wird kein Schönwetter-Handball. Beide Teams gingen körperlich an die Grenze, das Tempo war hoch, die Halle voll – und die Unterstützung von den Rängen schlicht überragend. Unser Publikum lieferte ein echtes Heimspiel-Upgrade, das die Mannschaft immer wieder pushte. Leider gelang es nur phasenweise, diese Energie auch konstant aufs Feld zurückzutransferieren.

Sportlich blieb die Partie lange offen. Trotz Rückständen ließ sich der TSV nicht abschütteln, kämpfte sich mehrfach heran und lag rund zehn Minuten vor Schluss sogar nur noch zwei Treffer zurück. Das Momentum war greifbar – aber der Preis für den hohen Einsatz wurde zunehmend spürbar.

Denn die personelle Lage entwickelte sich zum echten Gamechanger: Mehrere TSV-Spieler mussten verletzungsbedingt vom Feld. Eine Platzwunde mit Cut über dem Auge konnte zwar notdürftig mit Kleber und Tape versorgt werden, ein weiterer Akteur musste mit einer Platzwunde unter dem Kinn ins Krankenhaus und dort genäht werden. Als wäre das nicht genug, dezimierte sich die Bank in der ersten Hälfte noch mit einer roten Karte. Zentrale Ausfälle – die
in dieser Partie schlicht nicht zu kompensieren waren.

Ohne diese Alternativen fehlte in der Schlussphase nicht der Wille, sondern schlicht die Kraft. Das Risiko, das man gehen muss, um ein Spiel noch zu drehen, kippte auf die falsche Seite. Obernkirchen nutzte das konsequent aus und zog am Ende davon.

Unterm Strich bleibt eine Niederlage, die weh tut – sportlich wie körperlich. Aber auch ein Auftritt, der gezeigt hat, dass diese Mannschaft Charakter hat, sich nicht versteckt und bis zum Umfallen kämpft. Mit voller Bank, etwas mehr Spielglück und weniger Blessuren hätte dieser Abend auch anders ausgehen können.

Ein riesiges Dankeschön geht an unser Publikum: Eure Unterstützung war fantastisch und ein echter Standortvorteil. Darauf lässt sich aufbauen. Jetzt heißt es: Wunden lecken, Kräfte bündeln, Abläufe justieren – und im nächsten Spiel wieder angreifen.
Bereits am Donnerstag zum Jahresabschluss gegen Nienburg !

H2: Heimerfolg zu Nikolaus

Am Samstag, den 06.12. traf die Zweitvertretung der Friesenherren auf Tabellennachbar TS Großburgwedel. Ein großes Heimpublikum erwartete die spannende Partie zur Primetime. Auch die Personalsituation der Hausherren ließ dieses Mal keine Wünsche offen, sodass eine volle Bank zur Unterstützung bereitstand. Es war also alles für einen großartigen Heimspiel-Abend angerichtet.

Das Spiel begann zunächst ausgeglichen. Die Abwehrtaktiken beider Teams zeigten Wirkung, sodass die Anzeigetafel nach 15 Spielminuten gerade mal ein 4:5 zeigte. Auch der Rest der ersten Hälfte forderte abwechslungsreiche Ideen um die gegenerischen Defensive zu durchbrechen. Die harte Abwehr resultierte für die Friesen in gleich mehreren 7-Meter-Würfen, die souverän verwandelt wurden. Damit erspielten sich die Hausherren eine knappe Pausenführung von 13:11.

Die Halbzeitansprache des Trainer-Duos thematisierte vor allem die bisherige Abwehrstärke, die unbedingt beibehalten werden müsste. Im Angriff brachte vor allem das Tempo den Erfolg und angesichts der vollen Bank könne jeder nun nochmal alles investieren.

Nach Wiederanpfiff ging das Spiel jedoch erst einmal ausgeglichen weiter. Der TS Großburgwedel gelang nach unglücklichen Ballverlusten sogar der Ausgleich zum 16:16. Mehrere Zeitstrafen für die Gäste eröffneten jedoch wieder eine Chance für die Hausherren. Mit konsequenten Abläufen erspielten sich die Friesen wieder einen kleinen Vorsprung, welcher sich in der Schlussphase noch auszahlen sollte. Kurz vor Spielende erhöhten die Gäste den Druck noch einmal deutlich und versuchten Fehler zu erzwingen. Mit Teamgeist, Siegeswillen und unter den Rufen der zahlreichen Friesen-Fans ließ man sich den Sieg jedoch nicht mehr nehmen. Mit einem verdienten 26:24 gehen zwei wichtige Punkte auf das Konto des TSV.

Vor der Winterpause erwartet die 2. Herren am 13.12. noch ein schweres Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten TuS Vinnhorst III.

H1: Auswärtssieg in Badenstedt

TSV Friesen Hänigsen ringt Badenstedt nieder – Auswärtssieg nach großem Kampf und starker zweiter Halbzeit

Die TSV Friesen Hänigsen hat beim schwierigen Gastspiel in Badenstedt ein echtes Kraftpaket abgeliefert. Mit 24:26 setzte sich das Team durch und zeigte dabei vor allem in Halbzeit zwei Moral, Entschlossenheit und Nervenstärke.

Fehlwürfe prägen Halbzeit eins – Fricke bekommt den Ball gleich zweimal ab

Der Start in die Partie war aus Hänigser Sicht holprig: freie Würfe gingen vorbei, Siebenmeter wurden liegen gelassen, und Badenstedt setzte sich immer wieder in Szene.
In dieser Phase traf es Niels Fricke gleich doppelt unglücklich: je einmal in Halbzeit eins und Ende Halbzeit zwei bekam er den Ball ungewollt voll an den Kopf – Szenen, die kurz für Schreckmomente sorgten, ihn aber nicht davon abhielten, weiterzuspielen und wichtige Abschlüsse zu blocken.

Wiedenroth übernimmt am Ende und hält den Sieg fest

Als die Partie in die Schlussphase ging, war es Lars Wiedenroth, der die Akzente setzte. Mit mehreren starken Paraden in den letzten Minuten nahm er Badenstedt gleich mehrere hundertprozentige Chancen weg und wurde damit zum Sieggaranten.

Pullner am Kreis kaum zu stoppen

Im Angriff setzte Jan Pullner ein Ausrufezeichen. Mit robustem Einsatz, cleveren Laufwegen und sicheren Abschlüssen war er permanent gefährlich und einer der wichtigsten Faktor im Hänigser Offensivspiel.

Thomas und Haase treiben die Aufholjagd voran

In der zweiten Halbzeit drehte Hänigsen das Spiel – und das maßgeblich durch den Einsatz von Til Thomas und Julian Haase.
Beide zeigten in der entscheidenden Phase viel Mut, suchten aktiv den Weg zum Tor und trafen genau dann(die richtigen Entscheidungen), als ihr Team es am dringendsten brauchte. Ihre Aktionen gaben der Aufholjagd Struktur und Selbstvertrauen.

Moralischer Kraftakt bringt den Auswärtssieg

Trotz der vielen vergebenen Chancen blieb die Mannschaft geschlossen, biss sich in jeden Zweikampf und steigerte sich defensiv enorm. Im Angriff übernahm das Team Verantwortung, spielte geduldiger und nutzte die Chancen in den wichtigen Momenten.

Fazit:
Ein Auswärtssieg, der weniger über spielerische Perfektion und allein über Mentalität entschieden wurde. Hänigsen zeigte Herz, Mut und Zusammenhalt – und holte sich mit einem starken Endspurt zwei wichtige Punkte aus Badenstedt.

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