Das Auswärtsspiel der Friesen-Reserve stand zunächst unter keinem guten Stern. Neben der unchristlichen Anwurfzeit um 19 Uhr am Sonntagabend, stellte sich auch die Personalsituation äußerst spannend dar. Nach Langzeit-Verletzungen und akuten Krankheitsausfällen machten sich 13 verbliebende Friesen auf den Weg zum wichtigen Regionsoberliga-Duell gegen Altwarmbüchen II.
Die zahlenmäßige Unterlegenheit ließen sich die Mannen des TSV jedoch nicht anmerken. Von Beginn an einigten sich beide Teams auf ein hohes Spieltempo und eine harte Defensive. Nach den ersten zehn Minuten erarbeiteten sich die Friesen ihre erste Führung. Diese auszubauen, gestaltete sich jedoch angesichts eines hartnäckigen Gastgebers schwierig. Mit einer knappen Führung von 14:16 ging es in die Kabine.
In der Pause hieß es nun erstmal “Durchatmen”. Mit drei Rückraumspielern auf dem Zettel war allen klar, dass es im zweiten Durchgang nun so richtig an die Substanz gehen würde. Nur mit Willen und Teamgeist könne man sich nach der vollen Spielzeit mit zwei wichtigen Punkten belohnen.
Trotz der Verschnaufpause ging es aber auch nach dem Seitenwechsel auf Augenhöhe weiter. Während sich die Friesen situativ durch die Defensive kämpften, glichen die Altwarmbüchener immer wieder mit starken Rückraumwürfen aus. Nach gut 50 Spielminuten drohte die Partie so zugunsten der Gastgeber zu kippen. Beim Rückstand von 26:24 machte sich in den Hänigser Köpfen ein Gedanke breit: “War all die Arbeit umsonst ?” Genau in diesem Moment fiel jedoch die Timeout-Karte. Im gemeinsamen Kreis pushten sich die Friesenherren noch einmal, um wirklich alle Reserven für die letzten Spielminuten zu aktivieren – und das mit Erfolg.
Mit purem Siegeswillen und harter Abwehrarbeit kämpften sich die Hänigser zurück und belohnten sich mit einem Endergebnis von 28:30.
Diese wichtigen zwei Auswärtsspunkte sichern die Position im Tabellenmittelfeld der Regionsoberliga. Viel entscheidender ist jedoch die Erkenntnis, dass man mit dieser Einstellung und Zusammenhalt im Team für viele kommende Gegner zum Problem werden kann.
Daher gilt es nun am kommenden Samstag an diese Leistung anzuknüpfen. Am 15.11. wartet eine schwierige Partie gegen die SG Börde Handball III in heimischer Halle.
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