Manchmal entscheidet ein Spiel nicht nur der Spielstand, sondern auch die Härte der Rahmenbedingungen. Und davon hatte dieses Heimspiel am Samstagabend mehr als genug. Der TSV Friesen Hänigsen musste sich in der Landesliga-Partie gegen den MTV Obernkirchen mit 24:32 geschlagen geben – in einem Spiel, das von hoher Intensität, großer Emotion und leider auch von schmerzhaften Einschnitten geprägt war.
Von der ersten Minute an war klar: Das wird kein Schönwetter-Handball. Beide Teams gingen körperlich an die Grenze, das Tempo war hoch, die Halle voll – und die Unterstützung von den Rängen schlicht überragend. Unser Publikum lieferte ein echtes Heimspiel-Upgrade, das die Mannschaft immer wieder pushte. Leider gelang es nur phasenweise, diese Energie auch konstant aufs Feld zurückzutransferieren.
Sportlich blieb die Partie lange offen. Trotz Rückständen ließ sich der TSV nicht abschütteln, kämpfte sich mehrfach heran und lag rund zehn Minuten vor Schluss sogar nur noch zwei Treffer zurück. Das Momentum war greifbar – aber der Preis für den hohen Einsatz wurde zunehmend spürbar.
Denn die personelle Lage entwickelte sich zum echten Gamechanger: Mehrere TSV-Spieler mussten verletzungsbedingt vom Feld. Eine Platzwunde mit Cut über dem Auge konnte zwar notdürftig mit Kleber und Tape versorgt werden, ein weiterer Akteur musste mit einer Platzwunde unter dem Kinn ins Krankenhaus und dort genäht werden. Als wäre das nicht genug, dezimierte sich die Bank in der ersten Hälfte noch mit einer roten Karte. Zentrale Ausfälle – die
in dieser Partie schlicht nicht zu kompensieren waren.
Ohne diese Alternativen fehlte in der Schlussphase nicht der Wille, sondern schlicht die Kraft. Das Risiko, das man gehen muss, um ein Spiel noch zu drehen, kippte auf die falsche Seite. Obernkirchen nutzte das konsequent aus und zog am Ende davon.
Unterm Strich bleibt eine Niederlage, die weh tut – sportlich wie körperlich. Aber auch ein Auftritt, der gezeigt hat, dass diese Mannschaft Charakter hat, sich nicht versteckt und bis zum Umfallen kämpft. Mit voller Bank, etwas mehr Spielglück und weniger Blessuren hätte dieser Abend auch anders ausgehen können.
Ein riesiges Dankeschön geht an unser Publikum: Eure Unterstützung war fantastisch und ein echter Standortvorteil. Darauf lässt sich aufbauen. Jetzt heißt es: Wunden lecken, Kräfte bündeln, Abläufe justieren – und im nächsten Spiel wieder angreifen.
Bereits am Donnerstag zum Jahresabschluss gegen Nienburg !
0 Comments